Sie sind hier: Home > Finanzen >

Marktforschung: Deutsche kaufen weniger Elektrogeräte

Studie  

Deutsche kaufen weniger Fernseher

17.08.2009, 16:33 Uhr | lgs, dpa, t-online.de

Die Anschaffung eines neunen Fernsehers ist oft kostspielig. (Foto. Archiv)Die Anschaffung eines neunen Fernsehers ist oft kostspielig. (Foto. Archiv) Die Deutschen kaufen in der Krise weniger Fernseher und Handys. in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Telekommunikation gab es im zweiten Quartal deutliche Umsatzrückgänge, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg mitteilte. Insgesamt zeige sich der Markt der Elektrogeräte aber noch verhältnismäßig krisenfest. Demnächst will die Branche auf der Funkausstellung IFA in Berlin (4.-9. September) dem Geschäft neue Impulse geben.


Aktuelle Preisentwicklung -
Lidl schlägt Aldi -

Starker Rückgang im zweiten Quartal

Der Gesamtumsatz sei im ersten Halbjahr geringfügig um 0,2 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro gesunken, teilte die GfK mit. Das zweite Quartal war allerdings mit einem Rückgang um 3,8 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro deutlich schwächer als das erste. Verantwortlich dafür war besonders der starke Rückgang bei der Unterhaltungselektronik um 11,4 Prozent im zweiten Quartal. Dies liegt laut GfK auch daran, dass im vergangenen Jahr vor der Fußball-Europameisterschaft massenweise neue Fernsehgeräte gekauft worden seien.



Energieeffizienz wird immer wichtiger

Der Markt für Telekommunikation büßte zwischen April und Juni 15,3 Prozent ein. "Insbesondere die Verluste bei Mobiltelefonen prägen das negative Quartalsergebnis", teilte die GfK mit. Zwar gehe der Trend zu höherwertigen Smartphones und Touchscreen-Mobiltelefonen, doch die Mengen- und Wertverluste würden dadurch nicht aufgefangen. Gut laufen dagegen weiterhin Elektrogeräte, angefangen von Espressoautomaten über Ganzkörper-Rasierer (Bodygroomer) bis hin zu Großgeräten wie Wäschetrocknern. Dabei spiele das Thema Energieeffizienz eine immer größere Rolle, berichtete die GfK.

Einzelhändler investieren weniger

Demgegenüber reagieren die deutschen deutschen Einzelhändler auf die Krise und investieren angesichts der Konjunkturschwäche weniger. Wie aus dem am Montag veröffentlichten ifo-Konjunkturtest hervorgeht, wollen die Händler in diesem Jahr voraussichtlich rund elf Milliarden Euro für Aus- und Umbauten sowie Ausrüstung oder Personal ausgeben. Das wären mehr als zehn Prozent weniger als im Vorjahr, damit würden die Investitionen der Unternehmen erstmals seit vier Jahren sinken. Jeder dritte der rund 500 befragten Einzelhändler habe angekündigt, weniger als im Vorjahr investieren zu wollen.

Noch keine Rede von Kreditklemme

Die Zurückhaltung ist laut ifo-Institut unter anderem auf die ungünstige Geschäftsentwicklung, höhere Steuerbelastungen sowie zunehmende Finanzierungsschwierigkeiten zurückzuführen. Obwohl Kredite schwieriger zu bekommen und auch teurer seien, könne von einer Kreditklemme aber noch keine Rede sein.



Auch am Personal wird gespart

Auch am Personal sparen die Einzelhändler. Die Zahl der Beschäftigten ging 2008 zwar nur um 0,2 Prozent zurück, allerdings ersetzten die Einzelhändler Vollzeit- zunehmend durch Teilzeitstellen. 29 Prozent der Unternehmen planen, weiter Stellen zu streichen. Die Umsätze des deutschen Einzelhandels sind nach ifo-Angaben im vergangenen Jahr real um 0,6 Prozent gesunken. 2009 wurde bisher ein Minus von gut zwei Prozent registriert. Ein Grund dafür sei, dass viele Haushalte wegen der Abwrackprämie ein neues Auto gekauft haben und so weniger Geld für andere Einkäufe bleibe.


Mehr Themen:
Steinbrück - Manche Manager haben den Knall nicht gehört
Zertifikate - 50.000 Deutsche von Lehman-Pleite betroffen
Banken - Berater haben nichts gelernt
Discounter - Aldi verschärft Preiskampf

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal