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Anlegerschutz: Erster Beipackzettel für Finanzprodukte vorgestellt

Geldanlage  

Beipackzettel für Finanzprodukte kommt

15.09.2009, 16:31 Uhr | CS mit Material von AFP und AP, AFP, dapd, t-online.de

Die ING DiBa informiert Anleger künftig per Beipackzettel über Kosten und Risiken ihrer Produkte (Foto: imago)Die ING DiBa informiert Anleger künftig per Beipackzettel über Kosten und Risiken ihrer Produkte (Foto: imago) In turbulenten Börsenzeiten wird der Ruf nach fundierter Anlegerberatung immer lauter. So forderte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) einen Beipackzettel für Finanzprodukte. Die ING-DiBa will nun als erstes deutsches Institut über "Risiken und Nebenwirkungen" bei der Geldanlage aufklären. Ausgesuchte Produkte verkauft die Direktbank künftig mit einer Kurzinformation, die Anleger schnell über Chance und Kosten des jeweiligen Angebots informiert. Doch kann der Beipackzettel tatsächlich eine fundierte Beratung ersetzen?

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Kosten und Risiken der Geldanlage

Die ING-DiBa will mit Hilfe des Beipackzettels Anleger auf wenigen Seiten darüber informieren, wie genau ein Produkt funktioniert. So enthält die Broschüre etwa Informationen zu Kosten und Risiken der Geldanlage. Allerdings gibt es solch ein Infoblatt zunächst nur für 22 ausgewählte Produkte der Direktbank. Langfristig will die ING-DiBa aber über alle angebotenen Produkte umfassend aufklären.



Beipackzettel ersetzt Beratung nicht

Die Verbraucherzentrale NRW nannte die Einführung des Beipackzettels zwar "erfreulich". Allerdings könne das Papier keine persönliche Beratung ersetzen. So gehe etwa aus den von der ING-DiBa bereitgestellten Informationen nicht hervor, für wen sich ein bestimmtes Produkt eigne. Auch seien die Risikoarten nur pauschal definiert, weshalb Verbraucher weitergehende Information benötigten. Dies kann im Zweifelsfall nur ein unabhängiger Finanzberater, der die persönliche Situation des Anlegers einschätzt und ihm individuelle Anlageempfehlungen unterbreitet.



Verbraucher sollen mehr über die Anlage erfahren

Aigner hatte Ende Juli das Produktinformationsblatt vorgestellt und die Finanzwirtschaft aufgefordert, es für ihre Produkte zu verwenden. "Viele Verbraucher wissen häufig nicht, welches Anlageprodukt sie überhaupt erworben haben, wie es funktioniert und vor allem, welche Risiken es birgt", erklärte die CSU-Politikerin. Sie forderte die Wirtschaft auf, freiwillig für mehr Verbraucherschutz zu sorgen.

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