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Steueraffäre Liechtenstein: Deutscher Steuersünder verklagt LGT Bank

Steuerhinterziehung  

Steuersünder verklagt Liechtensteiner Bank

23.09.2009, 09:03 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Liechtenstein - Ehemalige Steuerhinterzieher machen Ärger (Foto: dpa)Liechtenstein - Ehemalige Steuerhinterzieher machen Ärger (Foto: dpa) Ein deutscher Steuersünder hat die liechtensteinische LGT Bank auf 13 Millionen Euro Schadensersatz verklagt. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD). Das Geldinstitut, das dem Fürstenhaus von Liechtenstein gehört, habe ihn nicht über den Datendiebstahl informiert. Nach dem Diebstahl war es 2008 zu spektakulären Ermittlungen gegen etwa 700 deutsche Steuersünder gekommen. Somit habe er sich nicht selbst anzeigen können, um straffrei zu bleiben.

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Auch noch andere Vorwürfe gegen die LGT

Die deutschen und liechtensteinischen Anwälte des Klägers hätten darüber hinaus eine Klageschrift mit mehreren Punkten vorbereitet, in denen der LGT zahlreiche Versäumnisse und fehlerhafte Beratung angelastet werden, berichtete die Zeitung weiter. Der Fall soll demnach bereits kommende Woche vor dem Landgericht in Vaduz verhandelt werden.

Weitere Klagen könnten folgen

Der Prozess gilt als Musterverfahren. In Liechtenstein gehe man davon aus, dass der Kläger alle Instanzen durchfechten wird. Auch andere Steuerhinterzieher prüften Klagen gegen die LGT. Rund ein Dutzend Kanzleien hatten bereits im Sommer 2008 Liechtensteins Ex-Justizminister, den Vaduzer Rechtsanwalt Heinz Frommelt, zu Rate gezogen. Sollte der Kläger Recht bekommen, könnte eine Welle an Schadensersatzforderungen auf die LGT zurollen.

Kläger wurde als erster verurteilt

Nach Informationen der Zeitung handelt es sich bei dem Kläger um den Immobilienunternehmer aus Bad Homburg, dessen Verfahren im Sommer 2008 als erstes in der sogenannten LGT-Affäre verhandelt wurde. Die Richter verurteilten den damals 66-Jährigen zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 7,5 Millionen Euro. Auch sein Name stand auf der CD mit Kundendaten, die der ehemalige LGT-Mitarbeiter Heinrich Kieber 2002 gestohlen hatte, und später für 4,5 Millionen Euro dem Bundesnachrichtendienst verkaufte.

Vorteile der Selbstanzeige

Steuersünder können sich selbst anzeigen, wenn noch kein Verfahren gegen sie eingeleitet, die Tat also noch nicht vom Finanzamt oder einem Steuerfahnder entdeckt wurde. In diesem Fall zahlen sie sämtliche hinterzogenen Steuern samt Zinsen nach, und zwar für die vergangenen zehn Jahre. Sie müssen aber nicht mit zusätzlichen Strafen, wie Haft oder Geldbuße rechnen.

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