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Steuerhinterziehung: Millionenbetrug mit deutscher Kaffeesteuer

Wirtschaftskriminalität  

"Spiegel": Millionenbetrug mit deutscher Kaffeesteuer

02.11.2009, 11:15 Uhr | dpa, dpa, t-online.de

Fahnder decken Millionenbetrug bei der Kaffeesteuer auf (Foto: Archiv)Fahnder decken Millionenbetrug bei der Kaffeesteuer auf (Foto: Archiv) Unversteuerter Kaffee ist nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" in großen Mengen in deutschen Supermärkten als Sonderangebot verkauft worden. Ermittler befürchten, dass dem Fiskus über 100 Millionen Euro Steuereinnahmen entgangen sind.

Kaffee-Betrug bei Steuerprüfung aufgeflogen

Der illegale Deal sei nach einer Steuerprüfung in der Coop-Zentrale in Kiel aufgeflogen, wo die Täter große Mengen Kaffee zu Nettopreisen angeblich für den Export gekauft hätten, berichtet das Magazin. Dabei hätten sie allein 2,19 Euro Kaffeesteuer pro Kilogramm gespart.

Unschlagbar günstige Preise

Tatsächlich sei die Ware aber gar nicht oder nur vorübergehend ausgeführt und anschließend zu unschlagbar günstigen Preisen als angeblich versteuerter Kaffee an den deutschen Einzelhandel verkauft worden. In Norddeutschland soll eine Gruppe türkischstämmiger Täter den Fiskus auf diese Weise um rund zwölf Millionen Euro geprellt haben, hieß es.

Betrüger haben angeblich Kontakte zu Extremisten

Die Kaffeesteuer werde außer in Deutschland nur noch in Dänemark und Belgien erhoben und deshalb bei der Ausfuhr in ein anderes EU-Land erstattet. Weil es aber keine Grenzkontrollen innerhalb der EU gibt, könne der Kaffee unbemerkt wieder eingeführt werden. "Nach Erkenntnissen der Ermittler haben die in Untersuchungshaft sitzenden Täter Kontakte zu den türkischen Extremisten von PKK und MLKP", schreibt das Magazin. Bundesweit befürchten die Fahnder dem Bericht zufolge einen Steuerschaden von über 100 Millionen Euro.

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