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Kreditkarten: Rückrufaktionen bei fast allen Banken

Datenmissbrauch  

Banken rufen zum Kreditkarten-Austausch auf

01.12.2009, 20:01 Uhr | AP, AFP, dapd, AFP, t-online.de

Möglicherweise müssen bis zu 100.000 Kreditkarten ausgetauscht werden (Foto: imago)Möglicherweise müssen bis zu 100.000 Kreditkarten ausgetauscht werden (Foto: imago) Die Kreditkarten-Rückrufaktionen aus Sorge vor kriminellen Manipulationen weiten sich aus. Nach Angaben des Zentralen Kreditkartenausschusses (ZKA) dürften Kunden sämtlicher Institute betroffen sein. "Alle Banken sind betroffen", zitierte "Die Welt" ZKA-Sprecher Steffen Steudel. Deswegen gebe es ein einheitliches Vorgehen, alle möglichen betroffenen Kunden würden angeschrieben. Dem Bericht zufolge handelt es sich um die bisher größte Tauschaktion von der Marken Visa und MasterCard in Deutschland.


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Volks- und Raiffeisenbanken tauschen 60.000 Kreditkarten aus

Wegen eines Datendiebstahls in Spanien ziehen allein die Volks- und Raiffeisenbanken derzeit etwa 60.000 Kreditkarten aus dem Verkehr. "Wir gehen auf Nummer sicher", sagte ein Sprecher des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Betroffen sind sowohl Visa- als auch Master-Karten. Man habe von den beiden Unternehmen potenziell verdächtige Kartendaten übermittelt bekommen. "Wir tauschen nur bei dem leisesten Verdacht die Karten aus. Deswegen sind die Zahlen so hoch", betonte der Sprecher.



Neue Karten werden ausgegeben

Die betroffenen Kunden werden derzeit angeschrieben und können sich ihre neue Karte in einer Filiale abholen. Bis dahin sollen die meisten Karten gültig bleiben. Insgesamt haben die Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland etwa 2,4 Millionen Kreditkarten ausgegeben.


Wohl mehr als 100.000 Karten betroffen

Schon mehrere Anbieter räumten in den vergangenen Wochen ein, dass sie Karten sperren bzw. austauschen. Bereits im Oktober hatte die KarstadtQuelle Bank 15.000 Plastikkarten ihrer Kunden ausgetauscht, Anfang November der Kreditkarten-Anbieter BarclayCard. Vor einigen Tagen dann wurden tausende Kreditkarten des Lufthansa-Programms Miles & More eingezogen. Insgesamt dürfte die Zahl der ausgetauschten Karten bei über 100.000 liegen. Nach Angaben des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) müssen vor allem viele Spanien-Reisenden, die ihre Master- oder Visa-Card in den vergangenen Monaten im Ausland eingesetzt haben, mit Post von ihrer Bank oder Sparkasse rechnen.

Reine Vorsorge

Die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtete, dass es einen Angriff auf einen spanischen Dienstleister gegeben habe, der für die Kreditkarten-Unternehmen den technischen Service abwickele. "Es handelt sich um einen rein vorsorglichen Kartenaustausch", betonte ZKA-Sprecher Steudel.

Betrugsverdacht - Lufthansa sperrt Kreditkarten
Kriminalität - Barclays sperrt tausende Kreditkarten

Eventuell auch Zahlungen in Deutschland betroffen

Laut "FTD" könnten auch Karten betroffen sein, die beim Einkauf in Deutschland eingesetzt wurden, wenn der Handelspartner seinen Zahlungsverkehr über diesen Dienstleister in Spanien abgewickelt hat. Insbesondere bei Großunternehmen gebe es den Trend, Dienstleistungen wie den Zahlungsverkehr zu zentralisieren.



Gab es größeres Leck?

Finanzexperte Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen sagte im ZDF-Morgenmagazin, der Umfang der Austausch-Aktion deute darauf hin, "dass es ein größeres Leck gegeben hat, denn so eine Austauschaktion kostet viel Geld, und so etwas kann man auch nicht ständig machen". Daher müsse man davon ausgehen, dass die Unternehmen Angst davor hätten, "dass in falsche Hände geratene Daten jetzt für Zahlungen ausgenutzt werden".

Kreditwirtschaft haftet für mögliche Schäden

Einen Sparkassen-Sprecher zitierte die "FTD" mit den Worten, es gebe noch keinen Überblick. Den Banken zufolge ist der Umtausch eine reine Präventionsmaßnahme. Der ZKA-Sprecher hob laut "Welt Online" hervor, dass für mögliche Schadensfälle bei Missbrauch der Kartendaten die Kreditwirtschaft aufkomme. Betroffene Kreditkartenkunden müssten also nicht selbst für fehlende Geldbeträge haften.

Geschädigte Verbraucher müssen selbst tätig werden

Verbraucher sollten nun unbedingt ihre - meist monatlichen - Abrechnungen genau überprüfen. Allgemein empfehlen Verbraucherschützer, die Karte grundsätzlich nicht aus der Hand geben. Wenn man einen Missbrauchsfall feststellt, sollte der Geschädigte "unverzüglich alle fehlerhaften Buchungen melden und sich das Geld von den Banken ersetzen lassen", rät Ute Bitter von der Verbraucherzentrale Hessen. Es genüge eine schriftliche und begründete Mitteilung, dass eine Abbuchung fehlerhaft sei. Die Bank müsse den Betrag dann unverzüglich erstatten, und zwar inklusive zu Unrecht angefallener Überziehungszinsen. "Wenn Verbraucher aber nicht tätig werden, passiert natürlich nichts. Dann bleiben sie auf ihren Schäden sitzen."

Beweislast bei Kreditinstitut

Selbst zu Unrecht abgebuchtes Geld kann man zurück bekommen. Das sei unproblematisch, sagte die Verbraucherschützerin. Bei Kreditkarten müsse im Zweifel die Bank beweisen, dass ein Kunde eine bestimmte Abbuchung auch getätigt habe. "Gibt es keinen solchen Nachweis, muss der Betrag erstattet werden."

Bande aus Osteuropa

Vor etwa einem Jahr hatte es in einem anderen Fall einen Hackerangriff auf die Firma RBS Worldpay gegeben, die den Zahlungsverkehr der Royal Bank of Scotland in den USA abwickelt. Dabei stahlen die Hacker Kartendaten und hoben an weltweit mehr als 2100 Automaten rund neun Millionen Dollar ab. Bei den Verdächtigen handelte es sich um eine neunköpfige Bande aus Osteuropa, erst einer von ihnen sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft in den USA hat Anfang November Anklage erhoben.

Keine Kleinkriminellen

Ob der aktuelle Fall vergleichbare Ausmaße hat, ist bislang nicht bekannt. "Wir können keine Einzelheiten zu den Ermittlungen nennen", heißt es in der offiziellen Stellungnahme von Visa. Eine mit den Vorgängen vertraute Person, die nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der "FTD" jedoch: "Wir reden hier nicht von Kleinkriminellen, sondern von organisierter Kriminalität."

Verbraucher - Immer mehr Kundenbeschwerden bei den Banken
Wegen Krise - Ladendiebe schlagen verstärkt zu


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