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Zahlungsverkehr: Panne betrifft etwa 30 Millionen EC- und Kreditkarten

Software-Fehler  

Panne betrifft etwa 30 Millionen EC- und Kreditkarten

06.01.2010, 09:03 Uhr | AFP, AFP, t-online.de

Zahlungsprobleme betreffen mehrere Millionen EC- und KreditkartenZahlungsprobleme betreffen mehrere Millionen EC- und Kreditkarten Von den seit dem Jahreswechsel anhaltenden Zahlungsproblemen durch einen Software-Fehler sind deutlich mehr Bankkunden betroffen als zunächst bekannt. Wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), der Bundesverbands Deutscher Banken (BDB) und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) mitteilten, gibt es bei fast jeder dritten EC- und Kreditkarte Probleme beim Zahlungsverkehr. Eine schnelle Lösung des Problems scheint noch nicht in Sicht.


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Fehlerhaft programmierte Software

Nach Angaben des DSGV sind etwa 20 Millionen der rund 45 Millionen ausgegebenen EC-Karten sowie 3,5 Millionen der acht Millionen Kreditkarten der im Verband organisierten Institute betroffen. Grund für die Zahlungsprobleme ist demnach eine fehlerhaft programmierte Software auf den Kartenchips. Diese könne die neue Jahreszahl 2010 nicht korrekt verarbeiten.


Private Banken ebenfalls betroffen

Bei den privaten Banken sind nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Banken (BDB) rund 2,5 Millionen von insgesamt knapp 22 Millionen ausgegebenen Karten betroffen. Darunter sind einem Sprecher zufolge bis zu 150.000 Kreditkarten.

EC-Karten nur eingeschränkt nutzbar

Auch Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken können laut BVR derzeit ihre EC-Karten nur eingeschränkt einsetzen. Betroffen seien vier Millionen der im Umlauf befindlichen 27 Millionen Karten. Die Kreditkarten funktionierten jedoch nach wie vor.

Schwierigkeiten beim bezahlen noch möglich

Die Dachverbände erklärten übereinstimmend, die Kartensicherheit sei durch den Fehler nicht eingeschränkt. Den Angaben zufolge werden inzwischen nahezu alle EC-Karten wieder an Geldautomaten akzeptiert. Einschränkungen gebe es weiterhin beim Bezahlen bei Händlern.

Probleme im Ausland

Im Ausland allerdings ist beim Karteneinsatz verstärkt mit Problemen zu rechnen. Mit Ausnahme der USA müssten sich Sparkassen-Kunden in allen Ländern auf Probleme einstellen, sagte ein DSGV-Sprecher. In den nächsten Tagen solle eine genaue Liste der betroffenen Ländern veröffentlicht werden. Auch die Privatbanken empfahlen ihren Kunden, sich vor Auslandsreisen vorsorglich mit Reisechecks zu versorgen und bei Problemen vor Ort mit ihrer Kreditkarte am Bankschalter Bargeld abzuheben.

Fehler nicht zu erkennen

Zu erkennen sind die EC-Karten mit den fehlerhaften Chips von außen nicht. Kreditkarten der Sparkassen seien wahrscheinlich betroffen, wenn sie vor März 2009 ausgestellt seien, sagte der DSGV-Sprecher. Wie mit den falsch programmierten Karten weiter verfahren wird, wird laut Bankenverband noch geprüft. Die Institute würden sich mit den Kunden in Verbindung setzen, sagte der Sprecher.

Nicht der erste Fehler

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass die deutschen Banken Probleme mit ihren Karten haben: Im November hatten Banken und Sparkassen hunderttausende Kreditkarten ausgetauscht. Die Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa hatten vor Unregelmäßigkeiten bei einem spanischen Finanzdienstleister gewarnt, der Kreditkartenzahlungen abwickelt.

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