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H&M in New York zerstört ungetragene Kleidung

Protestwelle  

H&M in New York zerstört ungetragene Kleidung

09.01.2010, 17:32 Uhr | bab, t-online.de

H&M in New York zerstörte ungetragene Kleidung (Foto: imago) (Quelle: imago)Kritik an H&M nach der Zerstörung ungetragener Kleidung (Quelle: imago) Nachdem bekannt wurde, dass Angestellte von H&M trotz klirrender Kälte und einer hohen Zahl von Obdachlosen unverkaufte Ware des New Yorker Mega-Stores zerstört und in den Müll geworfen haben, sieht sich die schwedische Modekette einem Sturm der Entrüstung ausgesetzt. Aufgedeckt wurde der Fall von der Studentin Cynthia Magnus, die sich nach dem Fund der Kleidungsstücke an die "New York Times" gewendet hatte.

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Ach Wal-Mart in der Kritik

Wie die "New York Times" berichtete, wurden in der Nähe eines H&M-Geschäfts im Herzen Manhattans Kleidersäcke mit ungebrauchter warmer Winterkleidung gefunden. Diese war jedoch teilweise mit Rasierklingen oder Messern zerschnitten. So fehlten an Handschuhen die Finger, bei Männerjacken war die Wattierung herausgerissen. Neben den Säcken von H&M wurden auch Säcke mit Kleidung von Wal-Mart gefunden, die laut Bericht maschinell zerstört wurde. Auch der US-Riese geriet deshalb heftig in die Kritik.



Obdachlosenorganisation entsetzt

Besonders brisant an der Geschichte ist nämlich der Umstand, dass sich laut Bericht in kurzer Entfernung der beiden Geschäfte eine Sammelstelle “New York Cares“ (NYC) befindet. Die gemeinnützige Organisation kümmert sich um die zahlreichen Obdachlosen in der Stadt, die aktuell unter der klirrenden Kälte leiden. Zu den Hilfsmaßnahmen von NYC gehört auch eine jährliche Sammlung von Jacken und Mänteln. Gegenüber der New York Times erklärte Colleen Farrell, eine Sprecherin der Organisation, “sie wäre froh gewesen, ungetragene Mäntel zu erhalten“.

Unternehmen versuchen Schadensbegrenzung

Beiden Unternehmen droht angesichts dieser Sachlage ein enormer Image-Verlust. Der Bericht wurde von zahlreichen Blogs, Aktivisten und in sozialen Netzwerken aufgegriffen. Einige Schreiber erklärten bereits, die Modekette künftig zu boykottieren. Und so ist es kaum ein Wunder, dass sowohl H&M als auch Wal-Mart bereits kurze Zeit später die Flucht nach vorne wagten. Nicole Christie, Sprecherin von H&M New York, ließ über die Times erklären, dass "eine solche Praxis sich nicht mehr wiederholen werde“. Auch Wal-Mart-Sprecherin Melissa Hill betrieb Schadensbegrenzung und versicherte, dass es sich "um einen Einzelfall handele".


 

Clothing Bank rügt Vorgehen

Wie ernst es den beiden Unternehmen mit ihren Ankündigungen ist, können sie zukünftig ganz praktisch beweisen. Neben der Sammlung von "New York Care" gibt es nämlich noch die New York City Clothing Bank. Die Einrichtung wurde einst gegründet, damit Händler unverkäufliche Ware aus Angst vor der Konkurrenz nicht mehr vernichten. Nach Bekanntwerden des Berichts riet die Vorstandschefin der Clothing Bank, Mary Lanning H&M, Wal-Mart und alle anderen Unternehmen, die ungetragene Kleidung zerstören, sich bei ihr zu melden. Lanning versicherte, ihre Einrichtung in der Lage, die Kleidung von Markenlabels zu befreien und sie so für den Markt wertlos zu machen, ohne sie dabei zu zerstören

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