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Steuersünder: 2966 Selbstanzeigen in Baden-Württemberg

Steuerhinterziehung  

Steuersünder: 2966 Selbstanzeigen in Baden-Württemberg

23.03.2010, 17:41 Uhr | dpa

Steuersünder: 2966 Selbstanzeigen in Baden-Württemberg. Steuerhinterziehung: Immer mehr Steuersünder zeigen sich selbst an (Foto: imago)

Steuerhinterziehung: Immer mehr Steuersünder zeigen sich selbst an (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Die Zahl der Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung nimmt weiter zu: Innerhalb von nur sechs Wochen haben sich allein in Baden-Württemberg 2966 Steuersünder beim Finanzamt gemeldet, die Geld in der Schweiz versteckt hatten. Dem Staat winken Millionen Zusatzeinnahmen. Bundesweit sollen sich im Zuge der Affäre bislang mehr als 10.000 Steuersünder selbst angezeigt haben, wie die Münchner "Abendzeitung" und die "Süddeutsche Zeitung" am Wochenende berichteten.

500 Millionen Euro nachdeklariert

Die zwischen 5. Februar bis 22. März 2010 nacherklärten Kapitalerträge summierten sich auf etwa 557 Millionen Euro, teilte Finanzminister Willi Stächele (CDU) am Montag in Stuttgart mit. Zuletzt hatte der Druck auf Steuersünder noch einmal zugenommen, weil Nordrhein-Westfalen Anleger-Daten an Steuerfahnder anderer Bundesländer weitergegeben hatte.

Laufen bereits Ermittlungen, bringt die Selbstanzeige nichts

Die CDU/FDP-Regierung in Stuttgart hatte sich zuvor geweigert, selbst Daten anzukaufen. Erhalten die Steuerbehörden aber Informationen über andere Länder, müssen sie diesen nachgehen. Zeigen sich Steuersünder vorher selbst an, entgehen sie einer Strafe. Inzwischen gab es erste Hausdurchsuchungen: Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte unter Berufung auf einen Rechtsanwalt von Betroffenen berichtet, dass in Süddeutschland bereits Durchsuchungen im Zusammenhang mit der Steuerdaten-CD durchgeführt worden seien.

Extra-Einahmen für den Fiskus

Für den Fiskus lohnen sich Ermittlungen: Die "Süddeutsche Zeitung" schätzt die fälligen Nachzahlungen der Selbstanzeiger und der nun ermittelten mutmaßlichen Hinterzieher von Steuern auf eine Milliarde Euro. Die Einnahmen wären damit fast so hoch wie die aus der Steueramnestie von 2004 und 2005, als 1,2 Milliarden in die Staatskasse flossen.

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