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Geldautomaten: Geldabheben soll billiger werden

Geldautomaten  

Geldautomaten-Gebühren sollen begrenzt werden

26.03.2010, 11:47 Uhr | dpa, AFP

Geldautomaten: Geldabheben soll billiger werden. Die Automatengebühren sollen sinken (Foto: imago)

Die Automatengebühren sollen sinken (Foto: imago)

Wer an einem fremden Geldautomaten abhebt, soll nach den Plänen der deutschen Banken künftig eine einheitliche Gebühr im einstelligen Euro-Bereich zahlen - zumindest vorerst. Nach Informationen der dpa soll für eine Übergangszeit ein festgesetzter Betrag als Kundengebühr gelten - eine Höhe zwischen 5,00 und 7,00 Euro gilt hierbei als möglich. Nach der Übergangszeit soll sich der Betrag am Markt bilden. Geplant ist auch, dass die Kunden am Automaten sehen, wie hoch die Gebühr genau ist. Darauf hatten sich Sparkassen, Volksbanken und Privatbanken am Montag geeinigt.

Einheitliche Gebühr rückt näher

Die Zeitung "Die Welt" berichtete, dass eine einheitliche Obergrenze für Gebühren an fremden Geldautomaten näher rücke. Die Kunden zahlen derzeit einen Mindestpreis, der je nach Bank auch schon bei 10 Euro liegen kann, wenn sie an einem Geldautomaten abheben, der nicht zu ihrer Bank gehört. Die FDP-Fraktion im Bundestag hatte eine Selbstverpflichtung der Banken für eine Obergrenze von 5,00 bis 7,00 Euro gefordert, die SPD im Bundestag will eine Gebühr bei 2,00 Euro deckeln. Derzeit rechnen die Geldinstitute die Kosten intern ab. Dies soll nach den Plänen künftig entfallen.

Verbraucherministerin dringt auf Kundenfreundlichkeit

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) spricht an diesem Freitag mit dem Bundesverband deutscher Banken. Sie dringt auf mehr Kundenfreundlichkeit. Bei dem Spitzentreffen geht es neben den Gebühren auch um den "Beipackzettel" bei Geldanlagen und eine Zwischenbilanz der neuen Beratungsprotokolle. "Ministerin Aigner ist in intensivem Dialog mit den Banken", sagte Ministeriumssprecher Holger Eichele. An diesem Freitag finde eines von vielen Gesprächen mit den Spitzen der Kreditwirtschaft statt.

Streit um Gebühren zwischen Sparkassen und Direktbanken

Hintergrund der Diskussion um die Höhe der Abhebegebühren ist ein Streit in der Kreditwirtschaft zwischen Sparkassen und sogenannten Direktbanken. Die Sparkassen werfen den Direktbanken vor, kein eigenes Automatennetz aufzubauen und sich - gegen die Zahlung von Gebühren - auf ihre Infrastruktur zu verlassen. Deswegen führten viele Sparkassen teils hohe Abhebegebühren für Kunden von Direktbanken ein.

Kartellamt prüft Gebühren

Deutschlands Banken und Sparkassen waren in den vergangenen Wochen wegen teils hoher Abhebegebühren an Geldautomaten für die Kunden fremder Institute in die Kritik geraten. Das Bundeskartellamt leitete wegen Verdachts auf überhöhte Gebühren Ermittlungen gegen mehr als 280 Kreditinstitute ein. Auch im Bundestag gibt es Bestrebungen, gegen hohe Abhebegebühren vorzugehen.

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