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Steuerbetrug: Reuiger Millionär zahlt 40 Millionen Euro nach

Steuerbetrug: Zahlt nächster Superreicher 40 Millionen?

29.03.2010, 12:46 Uhr | t-online.de - oca

Steuerbetrug: Reuiger Millionär zahlt 40 Millionen Euro nach. Liechtenstein reagiert beim Thema Steuerhinterziehung eher zurückhaltend (Foto: dpa)

Liechtenstein reagiert beim Thema Steuerhinterziehung eher zurückhaltend (Foto: dpa)

Der Druck und die Angst wird offenbar zu groß: Wie die "Bild-Zeitung" berichtet prüfen die hessischen Finanzbehörden einen weiteren Fall von Steuerhinterziehung bei dem es um mehr als 40 Millionen Euro Nachzahlung gehen soll. Es liegen keine Angaben zur Identität des Steuersünders vor. Bekannt sei nur, dass er im Raum Frankfurt seinen Wohnsitz habe. Bereits gestern hatte die "Frankfurter Rundschau" berichtet, dass ein "Super-Reicher" aus Wiesbaden, mit rund 500 Millionen Euro auf Schweizer Konten, eine Abschlagzahlung auf eine zu erwartende Steuernachzahlung von zehn Millionen Euro geleistet habe.

Bereits 11.200 Selbstanzeigen

Offenbar ist den Steuerhinterziehern der Verlust des Geldes lieber als eine Gefängnisstrafe. Denn wie die Zeitung weiter berichtet, hätten sich bereits 11.200 Steuersünder bei den Finanzbehörden gestellt.

Rund eine Milliarde Euro für die Staatskasse

Wie der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, der "Bild-Zeitung" sagte, wäre für die erste CD mit 1400 Datensätzen rund 2,5 Millionen Euro gezahlt worden. Durch die Selbstanzeigen würden aber rund eine Milliarde Euro zusätzlich in die Staatskasse fließen.

Hessen nimmt mindestens 100 Millionen Euro ein

Die Flut von Selbstanzeigen deutscher Steuersünder beschert dem Land Hessen wohl einen Geldsegen von mindestens 100 Millionen Euro. Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) erwarte Steuermehreinnahmen in dieser Höhe, teilte das Ministerium in Wiesbaden mit. Die bisher unversteuerten Kapitalerträge summieren sich nach Darstellung der Betroffenen auf 303,4 Millionen Euro. Im Durchschnitt hatten die Anleger 175.000 Euro in der Schweiz auf der hohen Kante. Im Gegensatz zu Hessen führten Steuerfahnder in Bayern und im Saarland in den vergangenen Tagen bereits erste Hausdurchsuchungen durch. Grundlage der Ermittlungen sind die von Nordrhein-Westfalen angekauften und an die jeweiligen Bundesländer weitergeleiteten Steuersünder-Daten.

Steuerrecht ermöglicht Straffreiheit bei Selbstanzeige

Zeigt sich ein Betroffener selbst vollständig und rechtzeitig an, kann ein bereits eingeleitetes Verfahren ohne Strafprozess wieder eingestellt werden. Dabei gilt der vermeintliche Steuerhinterzieher dann als nicht vorbestraft. Dies ist eine Sonderregelung, die es nur im deutschen Steuerrecht gibt. Der reuige Sünder muss dann allerdings nicht nur die hinterzogenen Steuern, sondern auch die Zinsen auf das "verheimlichte" Vermögen nachzahlen. S

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