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Bundesbank fordert mehr Transparenz am Geldautomaten

Bankengebühr: Bundesbank fordert endlich Transparenz

07.04.2010, 15:02 Uhr | cs mit dpa

Bundesbank fordert mehr Transparenz am Geldautomaten. Die hohen Gebühren am Geldautomaten stehen in der Kritik (Foto: imago)

Die hohen Gebühren am Geldautomaten stehen in der Kritik (Foto: imago)

Bankkunden ärgern sich immer wieder über saftige Gebühren für das Abheben am Geldautomaten. Bis zu zehn Euro lassen sich die Institute die Nutzung ihrer Automaten kosten, wenn Kunden anderer Banken sich in ihren Filialen mit Geld versorgen. Die Branche gelobt bereits Besserung, doch nun schreitet die Bundesbank ein. Vorstand Hans Georg Fabritius forderte von den Banken mehr Klarheit über die umstrittenen Gebühren: "Der Kunde sollte am Automaten sehen, welche Gebühren er zahlen muss", sagte der für Bargeld zuständige Bundesbankvorstand der "Süddeutschen Zeitung".

Abhebegebühr auf fünf Euro begrenzen

Fabritius begrüße aber die aktuellen Anstrengungen der Kreditwirtschaft. Denn die Banken wollen die Gebühren an ihren Automaten deckeln. So sollen Kunden, die einen Geldautomaten anderer Institute nutzen, vorerst nicht mehr als fünf Euro zahlen. Die privaten Banken sind sogar der Ansicht, dass der Maximalbetrag "eher bei zwei als bei fünf Euro liegen" sollte. Bisher werden bis zu zehn Euro fällig, wenn sich Kunden nicht bei ihrer Hausbank oder einem Institut des gleichen Automatenverbundes mit Bargeld versorgen.

"Bargeld gibt es nicht zum Nulltarif"

Fabritius räumte in dem Interview aber ein: "Bargeld gibt es nicht zum Nulltarif." Bearbeitung und Logistik seien beispielsweise für Banken und Handel mit erheblichen Kosten verbunden. "Das Befüllen der Automaten und ihre Sicherung kostet Geld, das muss der Kunde bedenken." Bei der Deutschen Bundesbank entfallen nach seinen Angaben etwa 60 Prozent der Kosten auf das Segment Bargeld: 2009 waren es fast 550 Millionen Euro. Allerdings gehen Experten davon aus, dass die Kosten einer Fremdabhebung für eine Bank bei rund 70 Cent liegen. Diese Betrag nannte etwa der FDP-Politiker Michael Goldmann in der "Euro am Sonntag" Mitte März.

Gebühren nicht transparent

Verbraucherschützer raten Kunden wegen der bislang undurchsichtigen Gebührenstruktur der Banken, die Kosten mit Hilfe des Preisaushangs der eigenen Bank zu kontrollieren. Denn hier steht, bei welcher Bank welche Gebühr fällig wird. Denn selbst Bankmitarbeiter sind oft nicht über die Gebühren informiert, wie eine eine Recherche der FMH-Finanzberatung ergab. Eine Möglichkeit für mehr Transparenz wäre es, den Preisaushang im Internet zu veröffentlichen - doch das scheuen etliche Banken offenbar. Hier könnte die Forderung des Bundesbankvorstands den nötigen Druck aufbauen, damit die Banken endlich für die gebotene Transparenz sorgen. Dann können Kunden auch bedenkenlos am Automaten Geld ziehen, ohne Angst vor einer bösen Überraschung auf dem nächsten Kontoauszug zu haben.

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