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Steuerberater können oft nicht abgesetzt werden

Steuerberater können oft nicht abgesetzt werden

14.04.2010, 17:27 Uhr | cs mit dpa und dpa-tmn

Steuerberater können oft nicht abgesetzt werden. Steuerberater sind nur als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar (Foto: imago)

Steuerberater sind nur als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar (Foto: imago)

Dämpfer für Millionen Steuerzahler in Deutschland: Der Bundesfinanzhof in München hat der Absetzbarkeit von Steuerberatern einen Riegel vorgeschoben. Demnach können solche Ausgaben bei der Einkommensteuererklärung nur als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Dagegen können die Aufwendungen für die Erstellung der Steuererklärung bei der Festsetzung der Einkommensteuer nicht abgezogen werden. In dem Fall hatte die Klägerin auch Beratungskosten für ihre Einkommensteuererklärung 2006 geltend gemacht. (Az.: X R 10/08)

Richter bestätigen Änderung des Gesetzgebers

Wenn also der Steuerberater die Einkommensteuererklärung anfertigt, sind die Kosten dafür nicht unbedingt abzugsfähig. Nur das Honorar für den Teil, der die gewerbliche Veranlagung betrifft, erkennt der Fiskus an. Diese seit 2006 geltende Regelung bestätigte der Bundesfinanzhof nun in seinem neuen Urteil. Damals hatte der Gesetzgeber eine Regelung gestrichen, nach der die Kosten für die Steuerberatung als Sonderausgaben geltend gemacht werden konnten.

Weder Werbungskosten noch Betriebsausgaben

Der Bundesfinanzhof wies damit die Klage einer Frau zurück, die die 2006 entstandenen Kosten für die Erstellung ihrer Steuererklärung für das Jahr 2005 als Sonderausgaben geltend machen wollte. Das lehnte das Finanzamt ab, da es sich weder um Werbungskosten noch um Betriebsausgaben handelte. Dies sei aber Voraussetzung für einen Steuerabzug. Vielmehr seien es Kosten der privaten Lebensführung. Die Klägerin hatte geltend gemacht, das Steuerrecht sei derart kompliziert, dass ein Steuerabzug für Berater verfassungsrechtlich geboten sei.

Steuererklärungen: Pflicht eines jeden Staatsbürgers

Dem hielten die Richter entgegen, die Steuergesetze verlangten "nichts Unmögliches" - die Angaben seien nach bestem Wissen und Gewissen zu machen. Es sei "die Pflicht jedes Staatsbürgers, Steuererklärungen zu erstellen, um den von ihm geschuldeten Beitrag an den öffentlichen Lasten ermitteln zu können". Steuerberatungskosten seien keine außergewöhnliche Belastung, der Gesetzgeber sei zudem nicht aus verfassungsrechtlichen Gründen verpflichtet, den Abzug von Steuerberatungskosten zuzulassen. Auch der Hinweis auf das komplizierte Steuerrecht begründe nicht die Absetzbarkeit der Kosten.

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