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Anlageberatung: Falschberatung vernichtet bis zu 90 Milliarden Euro jährlich

Anlageberatung  

Falschberatung vernichtet bis zu 90 Milliarden Euro jährlich

23.04.2010, 22:59 Uhr | cs mit dpa tmn, t-online.de, dpa-tmn

Viele Bank-Berater empfehlen ihren Kunden immer noch viel zu häufig Produkte, die sie gar nicht benötigen. Die Anlageberatung ginge schlicht am Bedarf der Sparer vorbei, so die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Und das mit enormen Schaden für die Sparer. Laut Anlegeexperte Niels Nauhauser liegt der Schaden durch nichts bedarfsgerechte Beratung bei bis zu 90 Milliarden Euro jährlich. Bereits in der Vergangenheit waren Banken in die Kritik geraten, weil sie allzu oft solche Produkte empfahlen, die besonders hohe Abschluss- oder Provisionsgebühren enthielten.

Bankkunden suchten Hilfe bei den Verbraucherschützern

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hatte 121 Beratungen von Verbrauchern unter die Lupe genommen. Die Bankkunden hatten die Hilfe der Verbraucherschützer gesucht und von den Experten Angebote oder bereits geschlossene Verträge prüfen lassen. Demnach waren nahezu alle Angebote nicht bedarfsgerecht. Das habe ebenso für die Mehrzahl der bestehenden Sparverträge gegolten.

Gebührenstruktur in der Kritik

Und auch diese Mal ist den Verbraucherschützern vor allem die Gebührenstruktur der empfohlenen Produkte ein Dorn im Auge. Bei mehr als zwei Dritteln der Angebote fielen zum Teil wesentlich höhere Kosten an als vergleichbare Angebote anderer Anbieter. Mehr als jede fünfte bestehende Anlage hätte ein höheres Risiko, als der Verbraucher zu tragen bereit war. Auch die hohe Zahl an unflexiblen Vertragsverhältnisse steht in der Kritik: Mehr als jeder zweites Anlagevertrag fällt in diese Kategorie, bei der die gesamten Kosten zu Beginn des Vertragsabschlusses fällig. "Die hohe Quote unflexibler Verträge zeigt, dass die Finanzvermittler am Bedarf der Verbraucher vorbei verkaufen", so Niels Nauhauser, Geldanlageexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Schaden in Milliardenhöhe

Die hohe Zahl dieser Vertragsverhältnisse ginge schlicht an der Lebenswirklichkeit vorbei, so Nauhauser. Das müssten die Berater wissen. Besonders problematisch sind diese unflexiblen Produkte im Fall einer vorzeitigen Kündigung. Denn weil der Anleger bereits beim Vertragsabschluss alle Gebühren zahlen musste, verliert der Sparer dieses Geld komplett. Dabei geht der Schaden offenbar in die Milliarden. "Wir schätzen den Schaden durch nicht bedarfsgerechte Beratung zur Geldanlage und Altersvorsorge bundesweit auf 45 bis 90 Milliarden Euro jährlich", sagt Nauhauser. Also eigentlich Grund genug, dass die Banken endlich bedarfsgerecht beraten.

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