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Steuerhinterziehung: Immer mehr Selbstanzeigen

Steuerhinterziehung  

Steuer-CD beschert Fiskus Milliarden-Einnahmen

07.05.2010, 13:52 Uhr | dpa, AFP, AFP, dpa

Steuerhinterziehung: Immer mehr Selbstanzeigen. Angst vor der Steuer-CD: Immer mehr Steuersünder zeigen sich selbst an (Foto: imago)

Angst vor der Steuer-CD: Immer mehr Steuersünder zeigen sich selbst an (Foto: imago)

Die Steuer-CD bringt dem deutschen Fiskus nach "Handelsblatt"-Informationen Mehreinnahmen von rund 1,25 Milliarden Euro. Wie eine Umfrage der Zeitung bei den Länderfinanzbehörden ergab, haben sich in den vergangenen Monaten mehr als 18.000 Steuersünder selbst angezeigt, um der Strafverfolgung zu entgehen. Die Summe der nicht versteuerten Einkünfte betrage nach vorsichtigen Schätzungen aus den Ministerien 3,7 Milliarden Euro.

2000 neue Selbstanzeigen

Demnach kamen in den vergangenen zwei Wochen 2000 neue Steuersünder hinzu. Allein in Baden-Württemberg liegt die Zahl laut Finanzministerium in Stuttgart bei 5114. Insgesamt wurden 914,4 Millionen Euro bisher nicht versteuert. Darauf folgen die Länder NRW mit 3535 Selbstanzeigen und Bayern mit 2949 Anzeigen. Baden-Württemberg rechnet demnach mit Mehreinnahmen in Höhe von 340 Millionen Euro, NRW mit 210 Millionen Euro, Bayern mit 175 Millionen Euro.

Gestohlene Daten aus der Schweiz

Die Welle der Selbstanzeigen kam vor drei Monaten in Schwung. Anfang Februar wurde bekannt, dass ein Informant der Steuerfahndung Wuppertal eine CD mit 1500 Namen deutscher Kunden in der Schweiz angeboten hatte. Während sich Baden-Württemberg aus juristischen Gründen weigerte, erwarb Nordrhein-Westfalen die CD im Februar für 2,5 Millionen Euro. In diesem Bundesland sind die Ermittlungsverfahren für ganz Deutschland konzentriert, die Beamten geben ihre Erkenntnisse dann an die zuständigen Stellen in den einzelnen Bundesländern weiter. Das Bekanntwerden anderer angebotener Steuersünder-CDs beschleunigte die Selbstanzeigen zusätzlich.

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