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Bankgebühren: Falschüberweisung kann teuer werden

Bankgebühren  

Falschüberweisung kann teuer werden

10.05.2010, 13:09 Uhr | t-online.de

Bankgebühren: Falschüberweisung kann teuer werden. Eine falsch ausgefüllte Überweisung kann teuer werden (Foto: imago)

Eine falsch ausgefüllte Überweisung kann teuer werden (Foto: imago)

Die Banken sind seit Ende vergangenen Jahres nicht mehr dazu verpflichtet Kontonummer und Empfänger von Überweisungen zu überprüfen. Was also, wenn man versehentlich Geld an die falsche Person überweist? Die Bank muss recherchieren und das Geld zurückholen, doch das kann für den Kontoinhaber teuer werden.

Vertauschte Ziffer kann teuer werden

Egal ob bei einer Online-Überweisung, am Terminal oder per Überweisungsbeleg, eine vertauschte Ziffer bei der Angabe der Kontonummer und schon kann die überwiesene Summe auf dem Konto des falschen Empfängers landen. „Denn wer jetzt aus Versehen Ziffern vertauscht, kann nicht mehr darauf zählen, dass die Bank den Fehler ausbügelt.“ erklärt Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung in Frankfurt. Dabei gilt eine neue EU-Richtlinie, die Bankgeschäfte in der Eurozone vereinheitlichen soll und die die Geldhäuser bereits im vergangenen Jahr in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen umgesetzt haben.

Bank kann helfen

Hat man nun aber erst einmal versehentlich die falsche Nummer angegeben, bleibt zu hoffen, dass es einen Empfänger mit eben dieser Kontonummer gar nicht gibt und das Geld zurück auf das eigene Konto überwiesen wird. Gibt es den Empfänger, muss man auf dessen Ehrlichkeit hoffen. „Wer es jedoch mit unlauteren Zeitgenossen zu tun hat, muss sich selbst auf die Suche nach dem Kontoinhaber machen. Alternativ können die Kunden ihre Bank einschalten, damit diese sich bemüht, das Geld von dem Kontoinhaber zurück zu bekommen.“, so Max Herbst.

Kunden müssen Recherche bezahlen

Und diese Recherche lassen sich die Banken gut bezahlen. In einer Untersuchung  der FMH-Finanzberatung zeigte sich, dass alle der 36 überprüften Banken für diese Anstrengungen eine Gebühr erheben – und das nicht zu knapp. An der Spitze liegen laut FMH mit bis zu 35 Euro einige der PSD Banken und Sparda-Banken. Und auch die Privatbanken kassieren ordentlich ab. So verlangt nach Herbsts Worten die ING-DiBa zehn Euro, die Deutsche Bank 14,99 Euro, die Postbank 21 Euro und die Commerzbank 25 Euro. Kunden der Deutschen Kreditbank zahlen hingegen im Vergleich nur 2,50 Euro. Egal wie hoch der Obolus ausfällt – „diese Gebühren müssen die Kunden nicht nur im Erfolgsfall, sondern generell tragen, also auch dann, wenn sie ihr irrtümlich überwiesenes Geld nicht zurück bekommen“, erklärt Herbst.

ratgeber.t-online.de: Wie Sie eine Überweisung zurückholen können

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