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Sparkassen planen neue EC-Karte

Sparkassen planen neue EC-Karte

01.07.2010, 09:44 Uhr | cs mit dpa

Sparkassen planen neue EC-Karte. Sparkassen wollen das Bezahlen mit der EC-Karte deutlich vereinfachen (Foto: imago)

Sparkassen wollen das Bezahlen mit der EC-Karte deutlich vereinfachen (Foto: imago)

Die Sparkassen wollen das Bezahlen mit EC-Karten deutlich vereinfachen. So sollen Millionen Kunden bei kleineren Einkäufen ab kommendem Jahr mit einem kontaktlosen Verfahren an der Kasse zahlen können. Dabei müssen Kunden die Plastikkarten nicht mehr in ein Terminal stecken, sondern nur noch dicht vor ein Lesegerät halten - ohne Unterschrift oder Geheimzahl. Doch das Verfahren ist umstritten: Verbraucherzentralen mahnen zur Vorsicht und warnen vor "virtuellem Taschendiebstahl".

Gespräche über einen flächendeckenden Einsatz

Wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mitteilte, wollen die Geldhäuser ihre 45 Millionen EC-Karten vom zweiten Halbjahr 2011 an schrittweise austauschen. Mit den neuen Karten können Kunden dann an Kassen Beträge bis zu 20 Euro unkompliziert bezahlen. Der Handel hält die Technik für sinnvoll, die Wartezeiten an den Kassen deutlich verkürzen soll. Allerdings müsse das bewährte Verfahren mit EC-Karte und Unterschrift erhalten bleiben, sagte ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland. Im Einzelhandel werden noch knapp 60 Prozent der Einkäufe bar bezahlt, die Kartenzahlung ist aber auf dem Vormarsch.

"Das kontaktlose Bezahlen eignet sich vor allem bei kleineren Beträgen", sagte DSGV-Vorstand Bernd Fieseler in Berlin. Mit mehreren Filialketten aus dem Lebensmittel- und Drogeriehandel liefen derzeit Gespräche über einen flächendeckenden Einsatz der Technik. Dabei muss die Karte im Abstand von zwei bis drei Zentimetern an ein Terminal gehalten werden, die Zahlungsdaten werden verschlüsselt per Funk übertragen. Ein erstes Projekt gibt es bereits im Stadion des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. Weitere Einsatzorte sind etwa Kioske, Tankstellen, Kantinen, Schulen und Universitäten.

Warnung vor "virtuellem Taschendiebstahl"

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verwies darauf, dass eine Beschleunigung beim Bezahlen mit Vorsicht zu genießen sei. Das Unterschreiben oder Bestätigen einer Summe dauere zwar länger, man habe dies aber bewusster unter Kontrolle, sagte vzbv-Bankenreferent Frank-Christian Pauli. Zudem müsse technisch sichergestellt werden, dass es keinen "virtuellen Taschendiebstahl" gibt, indem eine Zahlung etwa aus größerer Entfernung zum Terminal ungewollt ausgelöst werde.

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