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Steuerzahlerbund: Merkel soll sich Flug zum WM-Viertelfinale sparen

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Steuerzahlerbund: Merkel soll sich Flug zum WM-Viertelfinale sparen

03.07.2010, 11:46 Uhr | dpa, bv, dpa , t-online.de

Steuerzahlerbund: Merkel soll sich Flug zum WM-Viertelfinale sparen. Merkel soll sparen: Steuerzahler-Präsident Karl Heinz Däke (Foto: imago)

Merkel soll sparen: Steuerzahler-Präsident Karl Heinz Däke (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Der Bund der Steuerzahler hat von Bundeskanzlerin Angela Merkel gefordert, nicht zum WM-Viertelfinalspiel der deutschen Fußballer gegen Argentinien nach Südafrika zu fliegen. "Ein solcher Flug in der momentanen Situation wäre ein völlig falsches Signal", sagte der Präsident des Steuerzahlerbundes, Karl Heinz Däke, der "Passauer Neuen Presse". Däke verwies auf die Probleme der Bundesregierung und das geplante Sparpaket.

Eine Flugstunde mit einer Regierungsmaschine koste deutlich mehr als 10.000 Euro. "Es kann nicht sein, dass man für den Besuch eines Viertelfinales so mit Steuergeldern umgeht", sagte Däke. Eine solche Reise sei nur bei einem Endspiel gerechtfertigt. "Frau Merkel verspielt sich jetzt noch die letzten Sympathien", sagte der Steuerzahler-Präsident. Wie lautet Ihre Meinung? Nutzen Sie unsere Abstimmung oben rechts.

Schuldenuhr rast etwas langsamer

Der Steuerzahlerbund hat derweil aber das Tempo der Schuldenuhr verringert. Statt mit 4481 Euro pro Sekunde rast sie seit Donnerstag nur noch mit 3527 Euro pro Sekunde dahin. Grund sind veränderte Annahmen zum Schuldenzuwachs wegen einer besseren Entwicklung der Konjunktur. Ein erwartetes Ansteigen der Verschuldung um mehr als 110 Milliarden Euro sei dennoch ein weiterhin höchst bedrohlicher Vorgang, betonte der Steuerzahlerbund.

Er rechnet zum Ende des Jahres mit einer Gesamtverschuldung der öffentlichen Haushalte - Bund, Länder und Kommunen - von 1775 Milliarden Euro. Damit bewege sich das Land weiter rasant auf die 2-Billionen-Marke zu. Das würde für die Steuerzahler jährliche Zinslasten von 100 Milliarden Euro bedeuten. Das Sparpaket der Bundesregierung dürfe deshalb nicht zerredet, sondern müsse vergrößert werden, forderte die Organisation. Die Kommunen planen derweil schon massive Sparprogramme.

Eigene Sparvorschläge

Der Bund der Steuerzahler hat auch eigene Sparvorschläge gemacht, die den Staatshaushalt im Jahr um 27 Milliarden Euro entlasten würden. Allein eine fünfprozentige globale Kürzung aller Bundesausgaben, mit Ausnahme der Zinsen, würde demnach 14 Milliarden Euro sparen. Bei Subventionen zum Beispiel für die Steinkohle oder das Branntweinmonopol würde der Steuerzahlerbund 3,2 Milliarden Euro kürzen.

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