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Geldautomaten werden immer häufiger manipuliert

Kriminalität  

Geldautomaten werden immer häufiger manipuliert

19.07.2010, 15:44 Uhr | bv mit AFP, apn, AFP, dapd, t-online.de

Geldautomaten werden immer häufiger manipuliert. Manipulierter Geldautomat: Zahl der Fälle steigt (Foto: imago)

Manipulierter Geldautomat: Zahl der Fälle steigt (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Während sich Banken, Sparkassen und das Bundeskartellamt noch darüber streiten, welche Gebühr fürs Fremdabheben an Geldautomaten angemessen ist, scheren sich Kriminelle nicht um solche Kleinbeträge, sondern greifen gleich im großen Stil zu. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden hat es im ersten Halbjahr 2010 mehr als 1900 kriminelle Attacken auf Geldautomaten gegeben. Damit habe es in diesem Jahr schon in der ersten Jahreshälfte so viele Vorfälle gegeben wie 2009 im gesamten Jahresverlauf. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 2058 Angriffe auf Geldautomaten registriert worden.

Häufig machten sich Kriminelle mehrfach an den gleichen Geldautomaten zu schaffen, um die Kontodaten von Bankkunden auszuspähen, teilte das BKA mit. Die knapp 2000 Attacken in der ersten Jahreshälfte hätten an 1073 Geldautomaten stattgefunden. Diese Entwicklung habe sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet und 2010 in der ersten Jahreshälfte zugenommen. Die meisten Attacken auf Geldautomaten gebe es in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Berlin.

Wie die Daten ausgespäht werden

Geheimzahlen von Geldkarten werden dabei häufig mit Minikameras ausgespäht. Alternativ nutzten Betrüger auch Tastatur-Attrappen, die über die Originaltastatur gelegt werden. Die Kartendaten wiederum werden durch aufgesetzte Lesegeräte an den Kartenschlitzen der Geldautomaten ausspioniert oder alternativ an den Türöffnern der Automatenräume. An den Kartenschlitzen haben viele Kreditinstitute mittlerweile schon Sicherheitsmodule angebracht, die das Ausspähen der Kartendaten verhindern sollen. Auch die Verwendung der Chips in den Karten anstelle der Magnetstreifen erschwert oder verhindert den Datenklau. Darauf hat der Kunde allerdings keinen Einfluss, weil dies je nach technischer Verfügbarkeit im Automaten passiert oder nicht.

Um sich vor dem sogenannten "Skimming" - dem "Abschöpfen" der Daten - zu schützen, empfiehlt das BKA, bei der Eingabe am Bankautomaten die Geheimzahl mit der Hand oder dem Geldbeutel verdecken. Außerdem sollten Verbraucher, wenn sie im Besitz von mehreren Zahlungskarten sind, den Türöffner eines Kreditinstituts nicht mit der Karte betätigen, mit der sie anschließend die Transaktion am Geldautomaten durchführen wollen. Zudem sollte niemals die Geheimzahl notiert werden. Verdächtige Vorgänge sollten sofort der Polizei oder den Kreditinstituten gemeldet werden.

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