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Sparkassen drohen mit Abbau von Geldautomaten

Streit um Abhebegebühr  

Sparkassen-Präsident droht indirekt mit Abbau von Geldautomaten

19.07.2010, 15:47 Uhr | AFP, dpa, dpa, AFP, t-online.de

Sparkassen drohen mit Abbau von Geldautomaten. Viele Sparkassen-Automaten stehen auf dem Land - und dort hält sich die Konkurrenz zurück  (Foto: imago)

Die Sparkassen drohen mit dem Abbau von Automaten (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Im Streit um die Abhebegebühr an Geldautomaten hat Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis indirekt mit dem Abbau von Geräten gedroht. "Jeder muss wissen, dass auch wir unsere Automaten nur solange betreiben können, wie es wirtschaftlich einigermaßen vertretbar ist", sagte Haasis der "Berliner Zeitung". Und weiter: "Wenn jetzt ein zu niedriger Preis diktiert werden soll, dann ist an vielen Standorten diese Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben."

Privatbanken und Sparkassen ringen um die Gebühren für das Geldabheben an Automaten fremder Institute, die Verbraucherschützer als deutlich zu hoch kritisieren. Hintergrund des Konflikts ist der unterschiedliche Ausbau des Geldautomatennetzes in den einzelnen Teilen der Bankenbranche: Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben deutschlandweit zusammen mehr als 44.000 Geldautomaten, die privaten Banken insgesamt nur rund 10.000 Automaten.

Kartellamt: Fünf Euro sind zuviel

Anfang Juli hatte das Bundeskartellamt den Kompromissvorschlag der Kreditwirtschaft zur Einführung einer Gebührenobergrenze von fünf Euro als zu hoch abgelehnt. Haasis sagte der "Berliner Zeitung", von Fremdkunden erwarte er eine Gebühr, die die Kosten für die Befüllung, Wartung und den Schutz der Geräte decke. "Niemand kann von uns verlangen, dass wir unsere Geldautomaten den Kunden anderer Banken, die selbst aus Kostengründen keine Geldautomaten aufstellen, gebührenfrei zur Verfügung stellen", sagte er.

Es sei falsch, dass die Bearbeitung einer Auszahlung nur 60 Cent koste, wie von Wettbewerbern behauptet. Haasis: "Die Mehrzahl unserer Automaten steht im ländlichen Raum und wird teilweise nur sehr wenig frequentiert. Da verursacht eine Abhebung schnell hohe Kosten." Deswegen würden die privaten Banken kaum Automaten in der Fläche aufstellen. "Uns deswegen vorzuwerfen, wir hätten auf dem Land praktisch eine Monopolstellung, ist eine Verdrehung der Verhältnisse", betonte Haasis.

Der Sparkassen-Präsident kritisierte auch die EU-Pläne, die gesetzliche Einlagensicherung europaweit auf 100 000 Euro anzugleichen: "Wir haben in Deutschland einen wesentlich höheren Kundenschutz." Bei den Sparkassen seien über die Institutssicherung sämtliche Kundeneinlagen in unbegrenzter Höhe abgesichert.

Sparkassen-Präsident fordert Transaktionssteuer für Banken

Skeptisch äußerte sich Haasis zu den sogenannten Banken- Stresstests, deren Ergebnisse kommende Woche veröffentlicht werden sollen: "Wir sind noch nicht davon überzeugt, dass die Ergebnisse des Stresstests zur Stabilisierung der Märkte beitragen. Die augenblickliche Diskussion lässt eher das Gegenteil vermuten." Mit dem Stresstest werde suggeriert, dass das Rettungspaket über 750 Milliarden Euro nicht ausreiche. "Das beruhigt die Märkte nicht." Bei den Belastungstests soll die Krisenfestigkeit von 91 europäischen Geldhäusern überprüft werden. Um riskante Börsengeschäfte einzudämmen, forderte Haasis die Einführung einer Finanzmarkttransaktionssteuer.

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