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Automatengebühr: Kartellamt gibt Banken mehr Zeit

Bankgebühren  

Automatengebühr: Kartellamt gibt Banken mehr Zeit

16.09.2010, 09:45 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX

Automatengebühr: Kartellamt gibt Banken mehr Zeit. Geldabheben an fremden Automaten bleibt vorerst teuer (Foto: dpa)

Geldabheben an fremden Automaten bleibt vorerst teuer (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Im Streit um überhöhte Automatengebühren für Geldabhebungen verzichtet das Bundeskartellamt vorläufig auf rechtliche Schritte. "Wir sind gut beraten, zunächst die Umsetzung des Kompromisses und die weitere Entwicklung am Markt abzuwarten", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).

Kartellamt fordert Gebührenrückgang bis spätestens nächstes Jahr

Zugleich hielt Mundt seine Drohung aufrecht, Preismissbrauchsverfahren einzuleiten, sollten die Gebühren im kommenden Jahr nicht deutlich zurückgehen. Die im Zentralen Kreditausschuss (ZKA) zusammengeschlossenen Verbände sperren sich dem Bericht zufolge gegen eine generelle Begrenzung der Automatengebühren. Statt dessen haben sie dem Kartellamt angeboten, die Kosten künftig am Automaten anzuzeigen.

Mindestpreise für Fremdabhebungen (Grafik: dpa) (Quelle: dpa)Mindestpreise für Fremdabhebungen (Grafik: dpa)Zweifel am Banken-Konzept

Der ZKA begrüßte laut "FAZ" das Einlenken des Kartellamtes. Die Kunden hätten künftig die Wahl, die für sie günstigsten Geldautomaten zu benutzen. Welche Bank momentan wie viel verlangt, zeigt die Grafik (Grafik links zum Vergrößern anklicken). Diese "wettbewerbsorientierte Lösung" werde schnell zu sinkenden Preisen führen. Kartellamtspräsident Mundt sagte der FAZ hingegen: "Das wird eine gewisse Wirkung haben. Wir haben allerdings große Zweifel, ob das ausreichen wird, um einen Wettbewerb um die Höhe der Gebühren in Gang zu setzen".

Dispo-Zinsen: Kein Thema für Kartellamt

Zusätzliche Effekte könne die vom Bundesverband deutscher Banken (BdB) angekündigte Höchstgebühr von 1,95 Euro für Abhebungen an den Geldautomaten der Privatbanken auslösen, sagte Mundt. Zumindest in den großen Städten erhofft er sich davon eine Belebung des Wettbewerbs. In die Auseinandersetzung über die hohen Zinsen für Dispo-Kredite will sich das Kartellamt zumindest vorläufig nicht einmischen. Derzeit sei dies "kein Thema" für die Behörde, schreibt die "FAZ".

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