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Schweiz: Helfer eines Steuer-CD-Informanten tot aufgefunden

Schweiz  

Helfer eines Steuer-CD-Informanten tot aufgefunden

02.10.2010, 16:08 Uhr | Spiegel Online

Schweiz: Helfer eines Steuer-CD-Informanten tot aufgefunden. Die CD mit Steuerdaten aus der Schweiz sorgte für viel Aufregung (Foto: dpa)

Die CD mit Steuerdaten aus der Schweiz sorgte für viel Aufregung (Foto: dpa)

Er half beim Deal mit der Steuersünderkartei, die den deutschen Behörden angeboten wurde - nun kam der Überbringer der CD in seiner Gefängniszelle ums Leben. Zunächst war vermutet worden, es handle sich bei dem Toten um den Datendieb selbst.

Entgegen ersten Mutmaßungen handelt es sich bei einem in Schweizer Haft gestorbenen Österreicher offenbar nicht um den Dieb von Schweizer Bankdaten, sondern vielmehr um den Überbringer der Steuerdaten-CD. Einem Bericht der österreichischen "Kronen Zeitung" vom Samstag zufolge organisierte der 42-Jährige vor allem den Geldtransfer in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Der Boulevardzeitung zufolge bekam er für seine Vermittlungen eine Entschädigung von dem Geld.

Der aus Tirol stammende Mann war am Mittwoch tot in seiner Gefängniszelle in Bern aufgefunden worden. Die Schweizer Bundesanwaltschaft erklärte daraufhin, dass gegen den Insassen "wegen Bankdatenraubs und des Verkaufs der Informationen an Deutschland" ermittelt werde. Zu den Umständen seines Todes wurde eine Ermittlung eingeleitet. Sein Vater sagte der "Kronen Zeitung", er habe nichts von der Verwicklung seines Sohnes in die Datenaffäre gewusst.

Die Affäre um die CD-Steuerdaten war Ende Januar aufgeflogen. Ein Informant hatte den Steuerbehörden damals zum Preis von 2,5 Millionen Euro Daten von angeblich bis zu 1500 Deutschen angeboten, die Millionensummen auf Schweizer Konten geschleust hätten. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland waren durch die Affäre erheblich beeinträchtigt worden.

Die Bundesanwaltschaft in Bern hatte im Februar ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf wirtschaftlichen Nachrichtendienst eingeleitet. Mitte September sei dann ein 42-Jähriger inhaftiert worden, bestätigte eine Sprecherin am Freitag.

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