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Pendlerpauschale: Arbeitnehmer zahlen offenbar drauf

Pendlerpauschale bringt offenbar Mehrbelastungen

10.01.2011, 10:34 Uhr | cs mit AFP

Neue Aufregung um die Pendlerpauschale: Der Bund der Steuerzahler warnt vor Mehrbelastungen durch die geplante Steuervereinfachung. Viele Arbeitnehmer könnten demnach mit bis zu 200 Euro zusätzlich belastet werden, berichtet "Die Welt". Verbands-Vizepräsident Reiner Holznagel sagte dem Blatt: "Die Regierung muss den Gesetzentwurf dringend nachbessern." Es dürfe nicht sein, "dass die versprochenen Steuervereinfachungen zu einer Belastung werden."

Weniger Flexibilität bei der Pendlerpauschale

Offenbar schränkt die Neuregelung die Flexibilität der Arbeitnehmer deutlich ein. Denn bislang können Pendler wählen, ob sie ihre tatsächlichen Kosten für die Fahrt ins Büro geltend machen, also etwa den Preis für ein Bus- oder Bahnticket, oder ob sie pauschal 30 Cent pro Kilometer abrechnen - je nachdem, was mehr bringt. Das soll sich nun ändern.

Nach der geplanten Neuregelung fällt die Wahlfreiheit weg. Steuerzahler müssen sich dann für eine Variante entscheiden. Also entweder die tatsächlichen Kosten oder die Pauschale angeben. Laut Beispielrechnungen des Steuerzahlerbundes können deshalb Arbeitnehmer, die sowohl öffentliche Verkehrsmittel als auch das Auto nutzen, je Streckenlänge 1 bis zu 200 Euro weniger Kosten geltend machen.

Finanzministerium bestätigt Mehrbelastung

Ein Sprecher des Finanzministeriums räumte laut dem Blatt mögliche Belastungen ein. "Bei der Vereinfachung der Berechnung der Pendlerpauschale kann es nicht ausgeschlossen werden, dass es in sehr wenigen Einzelfällen unter bestimmten Konstellationen zu Schlechterstellungen kommen kann." Dem stünden eine deutliche Vereinfachung und eine durch die Neuregelung erreichte höhere Transparenz gegenüber.

Ein internes Papier des zuständigen Referats im Finanzministerium vom Oktober wird laut "Welt" da deutlicher. Denn die Beamten gehen schon heute von "nicht bezifferbaren geringfügigen Mehreinnahmen" aus. Im Klartext heißt das, dass die Neuregelung den Steuerzahler mehr kosten wird. Für Holznagel steht fest: "Diese Regelung ist überwiegend eine Vereinfachung für die Finanzämter und weniger für die Steuerzahler." Denn der zahlt am Ende womöglich drauf.

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