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Extreme Schnäppchen nicht immer gültig

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Extreme Schnäppchen nicht immer gültig

19.04.2011, 09:29 Uhr | dapd, dapd

Extreme Schnäppchen nicht immer gültig. Bei extremen Schnäppchen sollte man hellhörig werden (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Bei extremen Schnäppchen sollte man hellhörig werden (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Ist etwas zu stark reduziert, werden Verbraucher schnell unsicher. Zu recht, denn ein zu extremes Schnäppchen kann ungültig sein. Ist das Missverhältnis zwischen Preis und angebotener Leistung so groß, dass es ohne weiteres erkennbar ist, kann sich ein Käufer nicht auf den geschlossenen Kaufvertrag berufen, wie aus einem Urteil des Amtsgerichts München hervorgeht. Dies gilt auch dann, wenn dem Käufer auf Nachfrage der zu niedrige Preis bestätigt wird.

Trotz Bestätigung kein Anrecht auf Schnäppchen

Im konkreten Fall hatte der Kläger im Internet eine Pauschalreise nach Dubai für zwei Personen zum Preis von 1392 Euro gebucht. Regulär hätte die Reise mehr als das Dreifache gekostet. Der Käufer hatte sich zudem den niedrigen Preis telefonisch bestätigen lassen. Das Reiseunternehmen wollte den Vertrag aber nicht erfüllen und berief sich darauf, es habe sich um einen Softwarefehler gehandelt.

Klage abgewiesen

Der Kläger forderte nun seine Anzahlung zurück, eine Ersatzreise und Schadenersatz für die nutzlos verwendete Urlaubszeit. Das Amtsgericht München verurteilte den Reiseveranstalter zur Rückzahlung der Anzahlung, wies im Übrigen die Klage jedoch ab.

Durchführung zum niedrigen Preis für Veranstalter unzumutbar

Das Missverhältnis zwischen Preis und Leistung sei ohne weiteres erkennbar gewesen, hieß es in der Urteilsbegründung. Der Kläger hätte sich durch andere Quellen im Internet oder durch Reiseprospekte informieren können und erkennen müssen, dass die automatisch generierte Erklärung des Reiseunternehmens auf einem Irrtum beruhte und dass diesem die Durchführung der Reise zu dem niedrigen Preis unzumutbar sei. Auch die telefonische Bestätigung des Preises ändere daran nichts, schließlich hätten den Mitarbeitern des Unternehmens durch den Softwarefehler dieselben falschen Zahlen vorgelegen.

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