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Gold und Silber: Vorsicht vor Betrug beim Verkauf

Vorsicht vor dubiosen Schmuck-Aufkäufern

27.04.2011, 13:30 Uhr | dpa-tmn, t-online.de, dpa-tmn

Gold und Silber: Vorsicht vor Betrug beim Verkauf. Wer seinen Familienschmuck zu Geld machen will, muss einiges beachten (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Wer seinen Familienschmuck zu Geld machen will, muss einiges beachten (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Die Edelmetallpreise knacken einen Preisrekord nach dem anderen. Gold notiert so hoch wie nie zuvor, der Silberpreis kletterte allein in diesem Jahr bereits um über 40 Prozent. Damit steigt auch der Wert von Schmuck, Silberbesteck und Zahngold kontinuierlich an. Das macht den Schatz im Schmuckkästchen immer attraktiver - viele Bürger wollen dieses finanzielle Kleinod heben. Doch Verbraucherschützer warnen.

Gold und Silber: Vorsicht für dubiosen Internetshops

Unter den Käufern von Edelmetallen seien viele schwarze Schafe erklärt Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in Kiel. Oft zahlen sie für Silberbesteck oder alte Uhren nur einen Bruchteil ihres wahren Wertes. Das sei schlicht "kriminell". Wer allerdings einige Dinge beachtet, der kann sein Edelmetall im Handumdrehen in ein hübsches Sümmchen Bares verwandeln - 70 bis 80 Prozent des Marktwerts sind locker drin. Wir erklären, worauf Sie achten müssen.

Besonders im Internet müssten sich die Kunden aber vorsehen, verrät Hagen. Hier fänden sich viele dubiose Edelmetall-Händler. Vorsicht ist auch bei Geschäften mit fliegenden Händlern angebracht. Diese mieteten nur für wenige Monate einen Laden und wollten dort in kurzer Zeit Edelmetalle zu Niedrigpreisen aufkaufen. Hagen rät, nur zu sogenannten Scheideanstalten zu gehen, wo das Gold eingeschmolzen wird, oder zu renommierten Juwelieren. "Ortsansässige Juweliere, die ihren guten Ruf zu verlieren haben, werden nicht versuchen zu betrügen." Außerdem sei es gut, sich mehrere Angebote in verschiedenen Läden einzuholen.

Erst die Edelmetall-Preise prüfen

Außerdem gilt die Devise: Selbst rechnen kann nie schaden. Denn der Marktpreis des Schmucks lässt sich bei Gold oder Silber anhand des Reinheits-Stempels herausfinden: Goldschmuck hat zum Beispiel oft den Aufdruck 333. Dann handelt es sich zu 33,3 Prozent um reines Gold. Derzeit wird eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold an den Börsen für über 1030 Euro gehandelt. Damit kostet ein Gramm rund 33 Euro. Das Gold in einer 100 Gramm schweren Kette mit 333er-Stempel ist demzufolge etwa 1100 Euro wert. Dazu kommt bei einem edlen Schmuckstuck aber oft noch der künstlerische Wert.

70 bis 80 Prozent des Marktwertes

Bei Silber ist das Prinzip gleich: Sterling hat 92,5 Prozent reines Silber und daher einen Stempel von 925. Seriöse Juweliere machten Angebote, die bei 70 bis 80 Prozent des Marktwertes liegen, sagt Verbraucherschützer Hagen. Ob angesichts des hohen Goldkurses an den internationalen Märkten nun die Zeit gekommen ist, auf dem Dachboden oder in Schränken nach altem Familienschmuck zu kramen und dann zu verkaufen, wollte Hagen nicht sagen. Das müsse jeder selbst wissen.

Vergoldete oder versilberte Gegenstände

Eher schlechte Nachrichten hat er für Eigentümer von golden schimmernden Münzen und Schmuck ohne Stempel - denn dann handele es sich wahrscheinlich nur um vergoldete oder versilberte Gegenstände. Deren Edelmetall-Gehalt sei gering. "Alte Gedenkmünzen haben häufig nur einen geringen materiellen und eher einen ideellen Wert." Auf Sammlerbörsen würden dafür teilweise aber gute Preise erzielt. Auch bei eBay lassen sich mitunter gute Geschäft machen. Man sollte sich nur vorher über die Preise informieren, den Markt beobachten und dann bei einer günstigen Gelegenheit verkaufen.

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