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Keine Gebühr für unverlangt zugeschickte Kontoauszüge

Keine Gebühr für unverlangt zugeschickte Kontoauszüge

29.04.2011, 08:25 Uhr | AFP, AFP

Keine Gebühr für unverlangt zugeschickte Kontoauszüge. Gebühren für unverlangt zugeschickte Kontoauszüge sind unzulässig (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Gebühren für unverlangt zugeschickte Kontoauszüge sind unzulässig (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Wer von der Bank seine Kontoauszüge zugeschickt bekommt, darf dafür oft noch eine Zusatzgebühr berappen. Nun entschied das Landgericht Frankfurt am Main, dass Banken eben diese Gebühren nicht berechnen dürfen, wenn sie einem Kunden unaufgefordert dessen Kontoauszüge per Post zuschicken. Das Urteil fiel auf der Grundlage eines Verfahrens gegen die Deutsche Bank, wie der klagende Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin mitteilte. Die Kunden der Deutschen Bank sollten 1,94 Euro für die Zustellung der sogenannten Zwangskontoauszüge zahlen. Ähnliche Gebühren verlangen dem vzbv zufolge auch zahlreiche andere Geldhäuser.

Banken schicken Auszüge oft unaufgefordert zu

Laut dem Kleingedruckten der Bank werden Kontoauszüge per Post zugeschickt, wenn Kunden sie nicht innerhalb von 30 Arbeitstagen am Kontoauszugsdrucker abrufen. Dafür sollten sie dann die Gebühr von knapp zwei Euro zahlen. Nach Ansicht der Richter verlangt ein Kunde aber nicht automatisch die Zusendung seiner Kontoauszüge, nur weil er sie nicht abholt. Es stehe daher im Belieben der Bank, die Auszüge nach Ablauf der 30-Tage-Frist per Post zu versenden.

Gebühren nur in Ausnahmefällen zulässig

Der vzbv verwies darauf, dass Banken gesetzlich verpflichtet seien, den Kunden mindestens einmal im Monat über die Zahlungsvorgänge auf seinem Konto zu informieren, sei es per Internet, am Auszugsdrucker oder per Zusendung. Dafür Gebühren zu fordern, ist laut vzbv nur in gesetzlich vorgesehenen Ausnahmefällen möglich, etwa wenn der Kunde eine zusätzliche Zusendung ausdrücklich verlangt.

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