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Bundesbank: Privates Geldvermögen auf Rekordstand

Privates Geldvermögen auf Rekordstand

17.05.2011, 14:36 Uhr | dpa-AFX, dpa, dpa-AFX, dpa, t-online.de

Das Geldvermögen der Deutschen ist so hoch wie nie zuvor. Wegen starker Zuflüsse und kräftiger Kursgewinne hatten die Privathaushalte in Deutschland Ende 2010 ein Geldvermögen in Form von Bargeld, Bankeinlagen oder Aktien im Rekordwert von 4,933 Billionen Euro. Das teilte die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mit. Das Vermögen wuchs damit im Jahresvergleich um 154 Milliarden Euro. Auch das Plus fiel deutlich größer aus als zuletzt und erreichte ein Niveau wie während des Wiedervereinigungsbooms.

Die Verschuldung nahm nur geringfügig um knapp fünf Milliarden Euro zu. Am Jahresende summierten sich die Schulden bei Banken und Versicherungen nach den Angaben auf 1,536 Billionen Euro - sie liegen damit seit gut zehn Jahren auf nahezu konstantem Niveau. Das Nettogeldvermögen stieg 2010 entsprechend auf 3,397 Billionen Euro.

Wirtschaftsboom und Arbeitsmarkt tragen zur Entwicklung bei

Die Notenbank sieht Gründe für die kräftigen Zuwächse des privaten Geldvermögens in der rasanten Konjunkturerholung und der unerwartet stabilen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Dadurch seien die verfügbaren Einkommen deutlich gestiegen. Sachwerte wie Immobilien sind in der Statistik nicht enthalten.

Vermehrt wurde das Vermögen vor allem in Form von Bankeinlagen und Bargeld (netto plus 80 Milliarden Euro) sowie durch Ansprüche gegenüber Versicherungen, die um 63 Milliarden Euro stiegen. Zusätzlich vermehrten die Haushalte ihr Vermögen durch kräftige Kursgewinne bei bereits gehaltenen Wertpapieren um knapp 80 Milliarden Euro.

Finanzkrise ließ Vermögen schrumpfen

Insgesamt haben die Privathaushalte in Deutschland seit dem Frühjahr 2009 kontinuierlich mehr Geld auf der hohen Kante. In der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise hatten die Sparer auch wegen sinkender Aktienkurse 130 Milliarden Euro ihres Vermögens verloren, das auf 4,446 Billionen Euro geschrumpft war.

Insgesamt geht der Trend aber eindeutig nach oben: Anfang 1991 hatte das Geldvermögen der privaten Haushalte noch einen Wert von geradezu bescheidenen 1,75 Billionen Euro, vor zehn Jahren waren es 3,515 Billionen Euro.

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