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Geldautomaten: Anklage gegen mutmaßliche Skimming-Betrüger

Anklage gegen mutmaßliche Skimming-Betrüger

26.09.2011, 13:53 Uhr | dapd, dapd , t-online.de

Geldautomaten: Anklage gegen mutmaßliche Skimming-Betrüger. Skimming: Betrug mit manipulierten Geldautomaten (Quelle: dapd)

Skimming: Betrug mit manipulierten Geldautomaten (Quelle: dapd)

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen drei mutmaßliche Geldautomaten-Betrüger erhoben. Sie sollen mit dem sogenannten "Skimming" einen Schaden von 850.000 Euro verursacht haben. Die Bande hatte nach bisherigen Erkenntnissen 2009 und 2010 bundesweit Geldautomaten mit technischen Geräten manipuliert, um die Daten von EC- und Kreditkarten unbemerkt auszulesen und Bankkunden bei der Eingabe ihrer Geheimzahl auszuspähen. Die Angeklagten waren Anfang des Jahres in Dresden gefasst worden. Wann der Prozess beginnt, ist noch unklar.

In der etwa 50-seitigen Anklage sind 18 Taten in elf Städten aufgelistet. Der Schwerpunkt der kriminellen Aktivitäten lag demnach in Sachsen, Thüringen und dem Raum Berlin. Die Täter schlugen laut Anklage aber auch in Wangen im Allgäu zu.

Konten vom Ausland aus abgeräumt

Mit den ausgespähten Daten wurden Kopien der Zahlungskarten, sogenannte white plastics, erstellt. Anschließend wurden vom Ausland aus die betroffenen Bankkonten abgeräumt. Neben Bulgarien sollen die Geldabhebungen vor allem in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien stattgefunden haben.

Der größte Einzelschaden entstand an einem Geldautomaten, der Ende April 2010 in Potsdam angegriffen wurde. "Die Bande erbeutete wenige Tage später in Bulgarien und Nordamerika fast 200.000 Euro", sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase. Die Ermittlungen zu den Hintermännern dauerten an. Die Staatsanwaltschaft geht von einer hochprofessionellen, arbeitsteilig organisierten Bande aus, die international agiert.

Kein direkter Schaden für die Kunden

Den etwa 300 geschädigten Bankkunden entstand laut Staatsanwaltschaft kein finanzieller Verlust, da Kreditinstitute für solche Fälle versichert seien. Die beschuldigten Männer wurden Mitte Januar in Dresden festgenommen. Einer Bankkundin war in einer Filiale der Deutschen Bank ein manipulierter Geldautomat aufgefallen. Die alarmierte Polizei fasste die Männer, als diese die Technik abbauen wollten. Die Angeklagten müssen sich nun unter anderem wegen gewerbs- und bandenmäßigen Fälschens von Zahlungskarten beziehungsweise Computerbetrugs verantworten. Ihnen drohen Haftstrafen von bis zu 15 Jahren.

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Wirtschaft
Vorsicht vor PIN-Diebstahl

Beim Skimming filmen Betrüger mit Kameras die PIN von arglosen Bankkunden. zum Video


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