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Steuer-CD: Bis zu 900 Millionen Euro Extra-Einnahmen

Steuer-CD: Bis zu 900 Millionen Euro Extra-Einnahmen

15.10.2011, 15:10 Uhr | dpa, dapd, dapd, dpa

Steuer-CD: Bis zu 900 Millionen Euro Extra-Einnahmen. Steuer-CDs spülen dem Fiskus Millionen in die Kassen (Quelle: imago images)

Steuer-CDs spülen dem Fiskus Millionen in die Kassen (Quelle: imago images)

Die Steuer-CD mit Daten von Schwarzgeld-Sündern in Luxemburg wird dem deutschen Fiskus nach Einschätzung der Steuergewerkschaft 800 bis 900 Millionen Euro in die Kassen spülen. Der Ankauf der CD durch das Land Nordrhein-Westfalen werde ein Flut von Selbstanzeigen auslösen, sagte der Vorsitzende der Berufsvertretung der Finanzbeamten, Thomas Eigenthaler, dem Magazin "Focus".

Millionen-Einnahmen durch Steuer-Daten aus der Schweiz

Bereits der frühere Ankauf von Bankdaten aus Liechtenstein und der Schweiz, für die jeweils niedrige einstellige Millionenbeträge geflossen waren, hat sich für den Fiskus als ausgesprochen einträglich erwiesen. Allein in Nordrhein-Westfalen gab es nach Angaben des Düsseldorfer Finanzministeriums bislang rund 6000 Selbstanzeigen. Dadurch flossen dem Staat etwa 300 Millionen Euro an nachgezahlten Steuern zu. Viele Verfahren sind aber noch gar nicht abgeschlossen.

Banken leisten Strafzahlungen

Hinzu kommen Strafzahlungen Schweizer Banken. So will die Credit Suisse 150 Millionen Euro an die Gerichtskasse Nordrhein-Westfalen zahlen, damit Ermittlungen gegen neun ihrer Mitarbeiter eingestellt werden. Das Bankhaus Julius Bär hat 50 Millionen Euro gezahlt.

Fahnder loben Daten der CD

Die neue Steuer-CD enthält Datensätze von rund 3000 deutschen Bankkunden, die ihr Geld angeblich bei einer Tochter der britischen Großbank HSBC in Luxemburg angelegt haben. Es wurden bereits Ermittlungen in mehreren Bundesländern aufgenommen. Der Datensatz sei außerordentlich groß, das Material erstklassig, zitiert die "FTD" aus Behördenkreisen.

Für mutmaßliche Steuersünder wird die Zeit knapp, denn wenn die Ermittlungen bereits in Gang sind, kann auch eine Selbstanzeige nicht mehr vor Strafe schützen.

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