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Steuer: Richter dürfen Arbeitszimmer-Kosten nicht absetzen

Steuer: Richter dürfen Arbeitszimmer nicht absetzen

25.01.2012, 16:27 Uhr | AFP, t-online.de, t-online.de, AFP

Steuer: Richter dürfen Arbeitszimmer-Kosten nicht absetzen. Nicht jedem bringt das heimische Arbeitszimmer steuerliche Vorteile (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht jedem bringt das heimische Arbeitszimmer steuerliche Vorteile (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden - für viele Menschen ist das Voraussetzung, ihrem Job nachgehen zu können. Dabei können Steuerzahler Ausstattungsgegenstände ihres Heimbüros oder Arbeitsmittel steuerlich absetzen - wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat allerdings in zwei Fällen entschieden, dass Professoren und Richter keine Steuervorteile in Anspruch nehmen können. Lesen Sie, was hinter den BFH-Urteilen steckt.

Urteile stützen sich auf Jahressteuergesetz 2010

In zwei Urteilen hat das oberste deutsche Steuergericht erstmals zur Neuregelung der Abzugsbeschränkung bei häuslichen Arbeitszimmern im Jahressteuergesetz 2010 entschieden. Für die Berufsgruppen der Hochschullehrer (Az.: VI R 71/10) und Richter (Az.: VI R 13/11) bildet danach das Arbeitszimmer nicht den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Betätigung. Sie können also die Aufwendungen für das Heimbüro nicht als Werbungskosten abziehen.

Laut Jahressteuergesetz 2010 können Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nur dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn entweder ein anderer Arbeitsplatz nicht zur Verfügung steht oder wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen oder betrieblichen Betätigung bildet. Ist kein anderer Arbeitsplatz vorhanden, können maximal 1250 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Diese Grenze gilt nicht, wenn der Arbeitsraum den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung darstellt.

BFH weist Klage ab

Dem BFH zufolge traf die Regelung in beiden Streitfällen nicht zu: Hochschullehrer müssten für Vorlesungen in die Universität und Richter zur Rechtsprechung ans Gericht. Beide Tätigkeiten könnten nicht im häuslichen Arbeitszimmer verrichtet werden. Zudem sei vom Arbeitgeber jeweils ein Arbeitszimmer zur Verfügung gestellt worden. Wie viele Stunden zu Hause gearbeitet werde, habe deshalb keine Bedeutung.

Ratgeber Arbeitszimmer-Steuer

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