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Oskar Lafontaine fordert Spitzensteuersatz von 75 Prozent

Lafontaine fordert Spitzensteuersatz von 75 Prozent

16.03.2012, 09:24 Uhr | dpa-AFX, dapd

Oskar Lafontaine fordert Spitzensteuersatz von 75 Prozent. Will Reiche stärker besteuern: Oskar Lafontaine (Quelle: dapd)

Will Reiche stärker besteuern: Oskar Lafontaine (Quelle: dapd)

Der Wahlkampf im Saarland geht langsam in die entscheidende Phase, jetzt haben die Linken ihr Thema gefunden. Wenn es nach dem Willen von Oskar Lafontaine geht, sollen Einkommensmillionäre in Zukunft einen Spitzensteuersatz von bis zu 75 Prozent zahlen, sagte er der Zeitung "Die Welt". Offensichtlich trifft er damit den Nerv der Zeit, denn laut einer Umfrage des Forsa-Instituts lehnt eine große Mehrheit Millionengehälter von Managern ab.

Nach dem zweiten Weltkrieg lag der Spitzensteuersatz bei 95 Prozent

"Jeder, der mehr als eine Million Euro verdient, sollte sehr stark besteuert werden", sagte Lafontaine. Kein Millionär werde arm, wenn der Einkommensteuer-Spitzensatz für jeden Euro über einer Million bei 75 Prozent liege.

Lafontaine erinnerte daran, dass der Spitzensteuersatz nach dem Zweiten Weltkrieg bei 95 Prozent gelegen habe. "Und keiner ist gestorben." Zugleich befürwortete er Generalstreiks als politisches Mittel in Deutschland. "Der politische Streik ist immer dann ein Instrument, wenn das Parlament gegen elementare Interessen der Bevölkerung abstimmt", sagte er. "Das war bei der Agenda 2010 so und bei Hartz IV. Demokratie heißt Volksherrschaft, nicht Minderheitenherrschaft."

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71 Prozent finden Millionengehalt nicht gerechtfertigt

Die breite Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat keinerlei Verständnis für Millionengehälter von Managern - selbst dann nicht, wenn die Wirtschaftsvertreter erfolgreich arbeiten. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des "Handelsblatts" mehr als tausend Bürgern, die das Marktforschungsunternehmen Forsa Mitte dieser Woche erhoben hat.

Danach halten 71 Prozent aller Bundesbürger Millionengehälter für Manager auch dann nicht für gerechtfertigt, wenn sie gute Gewinne erwirtschaften. Nur 26 Prozent gestehen den Managern ein Millionengehalt zu. "Der Raffmanager ist der Buhmann", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Zeitung.

Hintergrund der Forderung ist, dass viele Manager in der Kritik stehen, zu hohe Gehälter zu kassieren. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn erregte Aufmerksamkeit, weil er im vergangenen Jahr 17,5 Millionen Euro verdiente.

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