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Das ändert sich ab Sonntag: Mehr Rente, weniger Handykosten

Das ändert sich ab Sonntag: Mehr Rente, weniger Handykosten

01.07.2012, 09:20 Uhr | dapd, dpa-AFX, AFP, t-online.de

Das ändert sich ab Sonntag: Mehr Rente, weniger Handykosten. Rentner können sich ab 1. Juli über höhere Bezüge freuen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rentner können sich ab 1. Juli über höhere Bezüge freuen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ab heute werden in Deutschland wieder zahlreiche Änderungen wirksam. So gibt es mehr Geld für Rentner, Kinder brauchen unbedingt einen Reisepass für Auslandsreisen und im EU-Ausland wird das Telefonieren mit dem Handy billiger. Die vielen Neuerungen im Einzelnen.

Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland erhalten ab Juli mehr Geld. In den alten Ländern erhöhen sich die Renten um 2,18 Prozent, in den neuen um 2,26 Prozent. Auch die Renten für Kriegs- und Wehrdienstopfer steigen.

Kinder brauchen Reisepass

Alle Kinder müssen nun von Geburt an bei Auslandsreisen über einen eigenen Reisepass verfügen. Seit dem 26. Juni 2012 reichen Kindereinträge in den Pässen der Eltern nicht mehr aus. Diese Einträge werden ungültig, die Eltern müssen in Bezug auf ihren eigenen Pass aber nichts unternehmen.

Die Obergrenzen für Handykosten im EU-Ausland sinken. Kunden zahlen maximal 29 Cent pro Minute, wenn sie selbst andere anrufen. Für Anrufe, die sie auf ihrem Handy annehmen, sinkt der Preis auf acht Cent. SMS dürfen künftig zudem nicht mehr als neun Cent kosten. Auf die Preise wird noch die Mehrwertsteuer aufgeschlagen.

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TÜV-Prüfer machen eine Probefahrt

Bei der Hauptuntersuchung (HU) für Autos ändert sich ebenfalls einiges. Die Sachverständigen von TÜV, Dekra & Co. machen künftig eine Probefahrt, die elektronischen Sicherheitssysteme des Autos werden unter die Lupe genommen, und bundesweit einheitlich gibt es keine Rückdatierung mehr. Der Termin für die nächste HU orientiert sich künftig nicht mehr wie bisher am eigentlichen Fälligkeitsdatum, sondern am tatsächlichen HU-Termin. Eine Einladung zum Zeitschinden ist das aber nicht: Wer künftig mehr als zwei Monate überzieht, dessen Fahrzeug wird einer vertieften Hauptuntersuchung unterzogen, die 20 Prozent mehr kostet.

Ein Kennzeichen kann künftig für zwei Autos beantragt werden - auch dafür tritt am Sonntag die Rechtsgrundlage in Kraft. Geplant ist, dass es zur selben Zeit aber nur an einem der beiden Fahrzeuge geführt werden darf. Konkret ist ein Nummernschild aus zwei Teilen vorgesehen: Ein kleineres Nebenkennzeichen, das am jeweiligen Auto bleibt, sowie die beiden Hauptkennzeichen vorn und hinten, die abwechselnd auf dem einen oder anderen Auto angebracht werden. Dies kann für Autobesitzer interessant sein, die neben dem normalen Wagen ein Wohnmobil, einen Oldtimer oder ein kleines Stadtauto haben. Das Verkehrsministerium erwartet zudem günstigere Versicherungsangebote. Und setzt darauf, dass der Zweitwagen ein umweltfreundlicher ist

Frankreich verlangt Alkohol-Tester

Wer mit dem Auto nach Frankreich fährt, muss ein unbenutztes und sofort einsatzbereites Gerät zur Messung des Alkohols im Atem dabei haben. Wer kein Testgerät mitführt, riskiert von November an elf Euro Bußgeld. Die Tests sind für einen geringen Preis im Handel erhältlich, zum Beispiel an der Tankstelle.

Schufa-Eintrag sauber halten

Verbraucher haben es etwas leichter, einen negativen Eintrag bei der Auskunftei Schufa wieder loszuwerden. Sie können einen neu gemeldeten negativen Eintrag über eine nicht bezahlte Rechnung bis 2000 Euro (bislang 1000 Euro) sofort löschen lassen, wenn sie vom Gläubiger innerhalb von sechs Wochen (bislang vier Wochen) als beglichen gemeldet wird. Die Forderung muss erstmals gemeldet, offen, ausreichend gemahnt, unbestritten und nicht tituliert sein. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, wird das negative Merkmal umgehend wieder gelöscht, wie die Schufa verspricht.

Das deutsche Abfallrecht wird modernisiert. Ziel ist es, Abfall zu vermeiden und mehr zu recyceln. Das Gesetz schafft die Rechtsgrundlage für die Einführung einer Wertstofftonne.

Zuschuss für Energieberatung

Bewohner eines Ein- oder Zweifamilienhauses erhalten für eine Energieberatung einen Zuschuss bis zu 400 Euro. Bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten sind es maximal 500 Euro.

Vom Monatswechsel an wird das neue EU-Logo für abgepackte ökologische Lebensmittel zur Pflicht. Das stilisierte Blatt aus EU-Sternen auf grünem Grund wurde bereits vor zwei Jahren eingeführt und findet sich schon auf vielen Produkten. Jetzt endet die Übergangsfrist und alle entsprechenden Waren müssen es tragen. Das Siegel gilt generell für vorverpackte Lebensmittel, also etwa Olivenöl, Marmeladen oder eingeschweißtes Brot. Das Logo garantiert, dass 95 Prozent der Zutaten aus Bio-Landwirtschaft stammen. Strengere Siegel wie sie die Verbände Bioland, Demeter oder Naturland vergeben, bleiben gültig.

Höhere Steuer für Pferde

Von Juli an unterliegen Pferde in Deutschland dem vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Bislang war beim Verkauf von Reit-, Arbeits-, Zucht- und Schlachtpferden nur der ermäßigte Satz von sieben Prozent fällig geworden. Die vom Bundestag im März dieses Jahres beschlossene Regelung war von Reitervereinigungen und dem Deutschen Bauernverband abgelehnt worden.

Zusätzliche Sekunde zur Jahresmitte

Und noch etwas ändert sich ab heute, wovon die meisten Menschen aber nichts mitbekommen dürften: die Uhrzeit. In der Nacht des Monatswechsels wird eine Schaltsekunde eingefügt, um Sonnen- und Atomzeit zu synchronisieren. Es ist bereits die 25. Schaltsekunde seit 1972.

Damit werden Unregelmäßigkeiten der Erdrotation ausgeglichen, denn unser Planet dreht sich manchmal etwas schneller und manchmal auch etwas langsamer. Während sich funkgesteuerte Uhren automatisch anpassen, müssten Uhren, die per Hand gestellt werden, eine Sekunde angehalten werden.

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