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Airbus A380 wird vom Riesenflieger zum Riesenflop

Airbus senkt seine Ziele für den Riesenflieger A380

13.07.2012, 09:46 Uhr | dpa-AFX

Airbus A380 wird vom Riesenflieger zum Riesenflop. Airbus bekommt den A380 nur schwer los (Quelle: Hersteller)

Airbus bekommt den A380 nur schwer los (Quelle: Hersteller)

Herber Rückschlag für den Flugzeugbauer Airbus: Der Konzern hat sein Absatzziel für den A380 im laufenden Jahr gekippt. Die geplanten 30 Neubestellungen für das Flaggschiff sind nach Einschätzung von Verkaufschef John Leahy nicht mehr zu erreichen. Erzrivale Boeing konnte auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough bislang lediglich Kunden für über 200 Exemplare seines Mittelstreckenfliegers 737 präsentieren. Airbus schlug dagegen einige seiner der größeren und teureren Langstreckenmaschinen A350 und A330 los.

Airbus schraubt die Erwartungen herunter

Die trüberen Aussichten für den A380 wurden an der Börse prompt mit einem Kursrutsch für die Aktie der Airbus-Mutter EADS quittiert. "Der Markt für große Flugzeuge hat sich abgeschwächt", sagte Airbus-Verkaufschef John Leahy. Noch im Mai hatte der Manager das Ziel von 30 Bestellungen ausgegeben, aber bereits davon gesprochen, dass es nicht einfach zu erreichen sei.

Der Flugzeugbauer hatte bis zuletzt auf Aufträge der Fluglinien Emirates und von Cathay Pacific gehofft. Zuletzt hatte die Fluggesellschaft Turkish Airlines für Juli einen Großauftrag für 15 große Maschinen in Aussicht gestellt. Allerdings hatte sich das Unternehmen noch nicht zwischen der doppelstöckigen A380 und dem modernisierten Boeing-Jumbo 747-8 entschieden.

Kaum Bestellungen für den A380

Im ersten Halbjahr hatte Airbus lediglich Bestellungen für vier A380 eingesammelt. Derzeit kratzen technische Probleme am Image des Vorzeigemodells. Außerdem drücken bei den Fluggesellschaften der hohe Ölpreis, zusätzliche Abgaben sowie die unsichere Wirtschaftslage aufs Geschäft.

Unterdessen konnte Airbus am Mittwoch einen ersten Kunden für die aufgerüstete Version seines Langstreckenfliegers A330 präsentieren. Der US-Flugzeugfinanzierer CIT bestellte zehn weitere Exemplare der A330. Offen blieb, wie viele Bestellungen auf die neue Version A330 entfallen, die mit einer um 400 nautische Meilen vergrößerten Reichweite und einem höheren Startgewicht punkten soll. Laut Preisliste haben die Jets einen Gesamtwert von rund 2,3 Milliarden US-Dollar (1,9 Milliarden Euro). Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich.

Am Dienstag hatte die Fluggesellschaft Cathay Pacific aus Hongkong bereits 26 Exemplare des neuen Langstreckenjets A350 in der Langversion bestellt. Weil dazu teilweise eine bestehende Order umgewandelt wird, hat der Auftrag einen Listenpreis-Wert von 4,2 Milliarden Dollar.

Boeing holt auf

Bei den Mittelstreckenjets konnte Boeing nun stärker punkten, nachdem Airbus für die spritsparende Neuauflage seiner A320-Familie in den vergangenen anderthalb Jahren mehr als 1400 Aufträge eingesammelt hatte. Für die Boeing 737 entschied sich am Dienstag der irische Flugzeugfinanzierer Avolon. Er will 15 Exemplare der neuen, spritsparenden 737-MAX und zehn herkömmliche 737-NG bestellen. Außerdem sichert sich das Unternehmen Kaufoptionen für weitere fünf Exemplare der "MAX".

Der Auftrag über die 25 Maschinen, der noch nicht endgültig fixiert ist, hat einen Gesamtwert von 2,3 Milliarden US-Dollar. Bereits am Montag und Dienstag hatte Boeing von Flugzeugfinanzierern Aufträge für 170 Exemplare der "MAX" und 25 herkömmliche 737-Jets im Gesamtwert von 18,4 Milliarden Dollar erhalten.

Unterdessen kann Airbus voraussichtlich 36 weitere A320 -Mittelstreckenflieger nach China verkaufen. Der Flugzeugfinanzierer China Aircraft Leasing Corporation (CALC) hat eine Absichtserklärung unterzeichnet. CALC entschied sich nicht für die spritsparende A320neo, sondern für die herkömmliche Version. Bei acht Exemplaren handelt es sich um die längste Variante, die A321. Laut Preisliste hat der Auftrag einen Gesamtwert von 3,1 Milliarden Dollar.

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