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Gemischte Signale vom ZEW-Index

Gemischte Signale vom ZEW-Index

17.07.2012, 13:34 Uhr | dpa

Gemischte Signale vom ZEW-Index. Dramatik am Finanzplatz Frankfurt (Quelle: dpa)

Blick auf das Frankfurter Finanzviertel (Quelle: dpa)

Gemischte Signale von deutschen Finanzmarkt-Experten: Die Erwartungen für die Entwicklung der Konjunktur sind im Juli nicht mehr so stark gesunken, wie noch im Vormonat. Dennoch war dies der dritte Rückgang in Folge. Außerdem hält sich die Skepsis wegen der Euro-Krise.

ZEW hofft auf Trendwende

Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel um 2,7 Punkte auf minus 19,6 Punkte. Im Vormonat war der Index jedoch noch um 27,7 Punkte abgestürzt.

Das ZEW schließt daraus auf mögliche gute Perspektiven für die kommenden Monate: "Der Rückgang der Konjunkturerwartungen für das Jahresende 2012 flacht langsam ab. Vielleicht sind das die Vorboten einer erfreulichen Entwicklung im Jahr 2013," betonte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Die Märkte reagierten kaum merklich auf die Veröffentlichung des ZEW-Konjunkturindikators.

Euro-Krise stoppt Nachfrage

Für die Entwicklung der Konjunktur sieht das ZEW jedoch zwei große Risiken: Zum einen ist es die schwache Nachfrage aus der Eurozone nach deutschen Exportgütern. Zudem belaste es die deutsche Konjunktur, "dass die Wachstumsdynamik in weiteren wichtigen Partnerländern abnimmt," erklärte Franz.

Für die Eurozone gingen die ZEW-Konjunkturerwartungen ähnlich stark wie für Deutschland nach unten: Sie gaben um 2,2 Punkte auf minus 22,2 Punkte nach.

Experten befürchten Übergreifen der Krise

Dagegen schätzten die 273 befragten Analysten und institutionellen Anleger die konjunkturelle Lage in Deutschland deutlich schlechter ein als im Vormonat. Sie verliert 21,1 Punkte, bewegt sich jedoch mit 21,1 Punkten noch immer auf einem normalen bis guten Niveau.

"Die aktuelle Lage im Land wird schlechter eingeschätzt, weil Finanzexperten zunehmend den Eindruck haben, die Eurokrise springe stärker auf Deutschland über," sagte ZEW-Experte Frieder Mokinski.

Ganz anders die Einschätzung der Lage in der Eurozone: "Der sehr tiefe Stand von 72,9 Punkten zeigt, dass die Experten die Lage für sehr schlecht halten", heißt es beim ZEW. Daran ändere auch der Anstieg um 0,3 Punkte nicht viel.

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