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Jahressteuergesetz 2013: Diese Steueränderungen sollen kommen

Jahressteuergesetz 2013: Diese Steueränderungen sollen kommen

08.10.2012, 16:28 Uhr | dpa-AFX , dapd

Jahressteuergesetz 2013: Diese Steueränderungen sollen kommen. Das Jahressteuergesetz 2013 sorgt für manche Änderung im Steuerrecht (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Jahressteuergesetz 2013 sorgt für manche Änderung im Steuerrecht (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das deutsche Steuerrecht ist weltweit für seine Komplexität bekannt. Und jedes Jahr nimmt der Gesetzgeber mit dem Jahressteuergesetz Änderungen vor. Auch 2013 plant der Fiskus neue Paragraphen. Wir sagen Ihnen, was für Steueränderungen auf Bürger und Unternehmen für ihre Steuererklärung zukommen könnten.

Jahressteuergesetz: Gleichstellung der Homo-Ehe

Zu einer der bedeutenderen Neuerungen des Jahressteuergesetztes 2013 könnte die steuerrechtliche Gleichstellung homosexueller Paare gehören. Die FDP und der Bundesrat plädieren für eine Gleichstellung homosexueller Lebenspartner beim Ehegattensplitting. Doch bislang sperrt sich die Union gegen den Vorschlag.

Umsatzsteuer bei Bildungsleistungen

Für Unruhe sorgte auch der Plan des Gesetzgebers im Jahressteuergesetz 2013 die Umsatzsteuerbefreiung für Bildungsleistungen neu zu fassen. Danach sollen reine Bildungsleistungen steuerfrei bleiben - unabhängig vom Anbieter. Leistungen zur reinen Freizeitgestaltung sollen nun steuerpflichtig werden.

Jahressteuergesetz: Steuern auf Wehrdienst

Wehrdienstleistende sowie Mitglieder des Bundesfreiwilligendienstes sollen nach den Plänen des Finanzministers künftig Steuern auf einen Teil ihrer Bezüge zahlen. Das betrifft vor allem die Zuschläge. Der Sold soll aber unversteuert bleiben.

Freibetrag gilt zwei Jahre

Für Arbeitnehmer könnte das Lohnsteuereinzugsverfahren erleichtert werden. Der Freibetrag kann künftig per Antrag auf zwei Kalenderjahre verlängert werden.

Steuerrecht: Schluss mit der "Cash-GmbH"

Mehr Steuereinnahmen will der Gesetzgeber bei Erbschaften erzielen. Eine beliebte Methode zur Steuerersparnis war bislang die Umwandlung von Privat- in Betriebsvermögen, zum Beispiel in Form der sogenannten "Cash GmbH". So konnten hohe Barvermögen steuersparend angelegt werden. Damit wollen die Bundesländer nun Schluss machen.

Schluss mit Steuerersparnis durch Goldhandel

Auch bei anderen Steuertricks legt der Gesetzgeber Hand an: Gutverdiener, die im Nebenerwerb eine Goldhandelsfirma im Ausland betreiben, konnten so ihre Steuerlast erheblich drücken. Das will der Gesetzgeber nun ändern.

Änderung bei Aufbewahrungsfristen

Erleichtern will der Fiskus Unternehmen künftig die Aufbewahrung von steuerrelevanten Dokumenten. Die Fristen sollen von aktuell zehn Jahren bereits ab 2013 auf acht Jahre gesenkt werden. Ab 2015 gilt nur noch eine Frist von sieben Jahren.

Jahressteuergesetz 2013: enger Zeitplan

Noch ist der Gesetzgebungsprozess voll im Gang. Die Beratungen zum Jahressteuergesetz 2013 befinden sich aber im Endstadium. Laut dem aktuellen Zeitplan kommt das Gesetz Ende Oktober im Bundestag zur Abstimmung. Der Bundesrat folgt im November. Sollte alles planmäßig verlaufen, kann das Gesetz Anfang 2013 in Kraft treten.

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