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Geldautomaten werden sicherer

Geldautomaten werden sicherer

18.09.2012, 17:14 Uhr | dapd

Geldautomaten werden sicherer. Skimming: Mini-Kamera filmt das Tastenfeld eines Geldautomaten (Quelle: dpa)

Skimming: Mini-Kamera filmt das Tastenfeld eines Geldautomaten (Quelle: dpa)

Geldautomaten werden immer seltener manipuliert. 2011 registrierte das Bundeskriminalamt (BKA) knapp 1300 Angriffe auf solche Geräte, wie die Behörde in Wiesbaden mitteilte. Das entspricht einem Rückgang von rund 59 Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2010, als rund 3180 Fälle gemeldet wurden.

Geldautomaten: Weniger Skimming

BKA-Präsident Jörg Ziercke begründete die sinkende Zahl von Attacken mit dem Einsatz von Anti-Skimming-Modulen. Die positive Tendenz hält auch 2012 an: Bis Juni wurden laut BKA erst 400 Manipulationen festgestellt. 2009 waren noch 2058 Fälle registriert worden.

Wegen des Rückgangs der Skimming-Angriffe wurden 2011 auch deutlich weniger Karten gesperrt, als noch im Vorjahr. Die Zahl halbierte sich im vergangenen Jahr auf 150.000 Kartendaten. Der Schaden, der durch den Einsatz gefälschter Karten entstanden ist, wird für das Jahr 2011 auf rund 35 Millionen Euro geschätzt. 2010 fielen noch Schäden in Höhe von 60 Millionen Euro an.

Manipulationen an DB-Automaten

Die Täter suchen sich derweil andere Ziele: Erstmals in Deutschland wurden 2011 dem BKA zufolge Manipulationen an Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn festgestellt. Insgesamt wurden 25 solcher Fälle polizeilich registriert. Tankautomaten seien bereits 2010 mit dem Ziel manipuliert worden, Kartendaten und Geheimnummer zu erlangen. 2011 wurden sechs Fälle festgestellt. POS-Terminals (Point of Sale, Terminals zum bargeldlosen Bezahlen) wurden in 14 Fällen manipuliert.

Die Täter haben dabei ihre Methoden nicht verändert. Sie installierten Vorbaugeräte, sogenannte Skimmer, zum Auslesen der Kartendaten und kleinste Kameras oberhalb der Tastatur des Geldautomaten, um die Eingabe der Geheimnummer aufzuzeichnen. Manchmal werde auch auf der Tastatur eines Geldautomaten eine Tastaturattrappe befestigt, mit deren Hilfe die eingegebenen Geheimzahlen gespeichert würden.

Umrüstung von 60.000 Geldautomaten

Ziercke sagte, die Umstellung der Geldkarten von der Magnetstreifen- auf die Chiptechnologie verhindere den betrügerischen Einsatz von Kartendubletten in Deutschland und den anderen europäischen Staaten. Man müsse die technischen Entwicklungen aufseiten der Täter sorgsam im Auge behalten. Skimming biete für die Täter gute Gewinnaussichten bei einem vergleichsweise geringen Entdeckungsrisiko.

Der Geschäftsführer Euro Kartensysteme GmbH, Hans-Werner Niklasch, machte unter anderem die Umrüstung der 60.000 Geldautomaten sowie der 94 Millionen Girocards (ehemals EC-Karten) auf einen neuen Sicherheitsstandard für die positive Entwicklung verantwortlich. Auch die Beschleunigung von Kartensperren nach erkannten Manipulationen habe maßgeblich zum erheblichen Rückgang der Schäden beigetragen.

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