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Frankreich: Rauchen und Trinken für die Rente

Frankreich: Rauchen und Trinken für die Rente

02.10.2012, 11:28 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Frankreich: Rauchen und Trinken für die Rente. Raucher und Biertrinker sollen in Frankreich die Rentenkasse füllen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Raucher und Biertrinker sollen in Frankreich die Rentenkasse füllen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ähnlich wie vor gut zehn Jahren in Deutschland ("Rasen für die Rente, Rauchen für die Sicherheit") plant auch Frankreich höhere Steuern auf Bier und Zigaretten, um mehr Geld in die Sozialversicherungskassen zu bekommen. Die höhere Besteuerung von Bier soll im kommenden Jahr 480 Millionen Euro zusätzlich einbringen. Tabakprodukte werden ab Juli 2013 höher belastet und sollen für Mehreinnahmen von rund 250 Millionen Euro sorgen.

Allerdings waren Zigaretten in Frankreich erst an diesem Montag deutlich teurer geworden. Für eine Schachtel der französischen Marke "Gauloises Blondes" müssen beispielsweise künftig 6,10 Euro, für eine der Sorte "Marlboro" 6,60 Euro bezahlt werden. Händler befürchten, dass Raucher deswegen künftig vermehrt in Nachbarländern einkaufen werden.

Hohes Defizit in der Rentenkasse

Das Glas Bier soll sich laut Regierung um etwa fünf Cent pro 0,25 Litern verteuern. Das Defizit der französischen Sozialversicherung inklusive des Alterssolidaritätsfonds wird für das kommende Jahr auf 13,9 Milliarden Euro geschätzt. Der neue Ministerpräsident François Hollande hatte dennoch vor der Wahl versprochen, das Rentenalter in Frankreich wieder zu senken. Die Vorgängerregierung unter Nicolas Sarkozy hatte es von 60 auf 62 Jahre angehoben.

In Deutschland war 1999 die sogenannte Ökosteuer eingeführt worden, deren Erträge zumindest teilweise in die Rentenkasse fließen sollten. Das hatten Kritiker als "Rasen für die Rente" bezeichnet. Außerdem war 2011 nach den Terroranschlägen in den USA eine Erhöhung der Tabak- und Versicherungssteuer umgesetzt worden, um Anti-Terrormaßnahmen zu finanzieren, was wiederum im Volksmund zu "Rauchen für die Sicherheit" wurde.

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