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Lebensmittelpreise: Bauernverband schätzt erneute Steigerung 2013

Bauernverband: Lebensmittelpreise steigen wohl um drei Prozent

16.01.2013, 12:15 Uhr | t-online.de, AFP

Lebensmittelpreise: Bauernverband schätzt erneute Steigerung 2013. Hierzulande bekommt man gute Qualität zu vergleichsweise günstigen Preisen (Quelle: imago images)

Hierzulande bekommt man gute Qualität zu vergleichsweise günstigen Preisen (Quelle: imago images)

Der Preisanstieg bei Lebensmitteln dürfte nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in diesem Jahr weiter gehen. Insbesondere der Preisauftrieb bei den Agrarrohstoffen könne 2013 "zu einem Anstieg bei den Lebensmittelpreisen von etwa drei Prozent führen", sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied der Zeitung "Neue Presse". Selbst wenn der Anstieg damit leicht über der allgemeinen Inflationsrate liegen sollte, sei das aber "nichts Beunruhigendes".

Inflation: Preissprung bei Obst und Gemüse

Bereits Ende 2012 sind die Lebensmittelpreise stark angestiegen. Mit 4,8 Prozent war der Preissprung im Dezember so hoch wie seit 2008 nicht mehr, veröffentlichte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Damals hatten sich Nahrungsmittel im September im Jahresvergleich um 6,4 Prozent verteuert. Insgesamt stieg die Jahresinflationsrate 2012 um 2,0 Prozent.

Im Dezember war die Inflation auf 2,1 Prozent gestiegen, was vor allem an den Lebensmitteln lag. Nur im Februar 2012 war mit 2,3 Prozent ein noch höherer Wert gemessen worden. Im Dezember stach besonders der Preisanstieg bei Gemüse mit zwölf Prozent hervor. Obst kostete fast zehn Prozent mehr als ein Jahr vorher.

Vergleichsweise preiswerte Produkte zu hoher Qualität

Dennoch seien Lebensmittel in Deutschland weiterhin vergleichsweise sehr günstig zu bekommen, sagte Rukwied der Zeitung. Stabile Preise für Nahrungsmittel seien jahrzehntelang eine "Inflationsbremse" gewesen. Der deutsche Durchschnittshaushalt gebe gerade einmal elf Prozent seines Einkommens für Essen und Trinken aus. Dafür bekomme er "Produkte höchster Qualität frisch auf den Tisch".

Dumpingpreise schaden Landwirten

Rukwied kritisierte zugleich auch die großen Einzelhandelskonzerne, die versuchten, mit Dumpingpreisen für bestimmte Produkte Kunden anzulocken. "Natürlich ärgert es jeden Landwirt, wenn seine Produkte unter Wert verkauft werden. Das ist aus Sicht der Landwirte nur schwer zu ertragen", sagte der DBV-Präsident. Das Gesetz, das einen Verkauf unter dem sogenannten Einstandspreis verbietet, müsse auch überall durchgesetzt werden, forderte Rukwied.

Preise für Agrarrohstoffe gehen hoch

Aktuell ist die Lage an den Märkten für Agrarrohstoffe noch entspannt, doch das könnte sich bald wieder ändern. Denn die Lagerbestände an Mais sind in den USA wegen der Jahrhundertdürre massiv geschrumpft. Experten rechnen nun damit, dass Mais wieder bedeutend teurer werden dürfte. Zuletzt ist der Preis für einen Scheffel bereits kräftig gestiegen, von 6,95 Dollar auf zuletzt 7,24 Dollar.

Der leitende Rohstoff-Experte von Goldman Sachs, Jeffrey Currie, hat jedenfalls eine klare Meinung zur weiteren Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Seiner Einschätzung nach ist der "Super-Zyklus", eine über viele Jahre andauernde Phase steigender Rohstoffpreise, noch nicht beendet.

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