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Steuerbetrug: Schweiz und Luxemburg machen Deutschen Druck

Steuerbetrug: Schweiz und Luxemburg machen den Deutschen Druck

07.04.2013, 11:22 Uhr | AFP, t-online.de

Steuerbetrug: Schweiz und Luxemburg machen Deutschen Druck. Vermögen vor dem deutschen Fiskus in Steueroasen zu verstecken, wird schwieriger (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vermögen vor dem deutschen Fiskus in Steueroasen zu verstecken, wird schwieriger (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Noch wird heftig um hunderttausende weltweit enttarnte Steuerhinterzieher debattiert, da droht Anlegern aus Deutschland erneut Ärger: Für Vermögende, die ihr Geld vor dem deutschen Fiskus auf Konten in der Schweiz oder in Luxemburg versteckt haben, könnte es bald eng werden.

Schweiz fordert Beweise

So verlangen zwei Schweizer Banken ihren deutschen Kunden jetzt Beweise ab, dass diese ihre Konten auch tatsächlich beim Finanzamt gemeldet haben. Ein Sprecher der Credit Suisse bestätigte der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA), dass die Kunden informiert worden seien und ihre Konten bei Zuwiderhandlung gesperrt würden.

Das Geldhaus Julius Bär teilte mit, dass es einen solchen Schritt schon im Februar nach dem Scheitern des Steuerabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz angekündigt habe. Über die Aufforderung hatten zuvor die beiden Schweizer Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Der Bund" berichtet.

Auch seit Jahren bestehende Konten betroffen

Sie betrifft nicht nur kürzlich eröffnete, sondern auch schon seit Jahren bestehende Konten und Geldanlagen. Die größte Schweizer Bank UBS ließ die SDA wissen, dass sie ihre Kunden schon seit Langem dazu ermutige, "ihre finanzielle Situation falls nötig zu regeln". Ein Ultimatum für die Vorlage entsprechender Beweisdokumente sei aber nicht angedacht.

Luxemburg will Bankgeheimnis lockern

Luxemburg ist derweil offenbar bereit, sein Bankgeheimnis zu lockern. Finanzminister Luc Frieden sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Wir wollen eine verstärkte Zusammenarbeit mit den ausländischen Steuerbehörden." Der internationale Trend gehe klar zu einem automatischen Informationsaustausch.

Zinserträge sollen automatisch gemeldet werden

"Den lehnen wir, anders als früher, nicht mehr strikt ab", sagte Frieden. Das Bankgeheimnis in Luxemburg wird von vielen anderen Staaten äußerst kritisch gesehen, weil es ihrer Ansicht nach Steuerhinterziehung begünstigt. Beim von Frieden angesprochenen Informationsaustausch werden Zinserträge von Ausländern automatisch an die Finanzbehörden des Heimatlandes gemeldet.

Damit würden auch deutsche Steuersünder in Bedrängnis geraten, die in Luxemburg ihr Geld vor dem Fiskus verbergen. Bisher schützt sie eine anonyme Quellensteuer von 35 Prozent der Zinserträge, die den Angaben zufolge zum großen Teil ohne Namensnennung nach Deutschland überwiesen wird. Dies soll sich jetzt offenbar ändern. "Luxemburg baut nicht auf Kunden, die Steuern sparen wollen", sagte der Finanzminister.

130.000 Steuersünder enttarnt

Das Thema Steuerhinterziehung sorgt derzeit unter dem Schlagwort "Offshore-Leaks" für weltweite Schlagzeilen und versetzt die Finanzwelt in Aufruhr. Die "Süddeutsche Zeitung", der "NDR" und ausländische Medien hatten über einen Datensatz berichtet, der 130.000 mutmaßliche Steuersünder aus mehr als 170 Ländern enttarnt. Sie sollen geheime Geschäfte mit Offshore-Firmen in einschlägigen Steueroasen gemacht haben. Kreditinstitute wie die Deutsche Bank sollen ihnen laut "SZ" dabei behilflich gewesen sein.

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