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Finanzgericht stärkt private Anleger

Werbungskosten doch absetzbar: Finanzgericht stärkt private Anleger

16.05.2013, 15:59 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Finanzgericht stärkt private Anleger. Ein neues Urteil erleichtert es Anlegern, ihre Ausgaben steuerlich abzusetzen (Quelle: imago/McPhoto)

Ein neues Urteil erleichtert es Anlegern, ihre Ausgaben steuerlich abzusetzen (Quelle: imago/McPhoto)

Seit 2009 können Investoren Werbungskosten für private Geldanlagen eigentlich nicht mehr von der Steuer absetzen. Unter Umständen gibt es für Anleger aber doch Geld vom Fiskus zurück - etwa für Depotgebühren, gezahlte Zinsen für Wertpapierkredite, Beratungskosten oder Aufwendungen für die Teilnahme an einer Hauptversammlung. Wir erklären, wie das funktioniert.

Steuersatz entscheidend

"Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat kürzlich entschieden, dass Sparer die Werbungskosten in bestimmten Fällen doch absetzen dürfen", erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Die Voraussetzung: "Ihr individueller Steuersatz liegt unter dem Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent."

Die Begrenzung des Abzugs auf den Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro - 1602 Euro bei zusammen veranlagten Ehepaaren - soll in dem Fall nach Ansicht des Finanzgerichts nicht gelten (Az.: 9 K 1637/10). Die Finanzverwaltung hat gegen das steuerzahlerfreundliche Urteil Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt (Az.: VIII R 13/13).

Einspruch gegen Steuerbescheid empfohlen

"Betroffene Steuerzahler sollten die tatsächlichen Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung mit angeben, wenn sie die Besteuerung der Kapitaleinkünfte über die Einkommensteuererklärung beantragen", rät Käding. "Liegen die Werbungskosten über dem Sparerpauschbetrag und werden trotz Steuersatz unter 25 Prozent nicht anerkannt, sollte Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt werden."

Kommt auch der Bundesfinanzhof zu dem Ergebnis, dass die tatsächlichen Werbungskosten absetzbar sind, gibt es dann eventuell Geld zurück.

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