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Putzbröckchen im Colafläschchen: Haribo muss Schmerzensgeld zahlen

Putzbröckchen im Colafläschchen: Haribo muss Schmerzensgeld zahlen

23.05.2013, 16:25 Uhr | t-online.de, AFP

Putzbröckchen im Colafläschchen: Haribo muss Schmerzensgeld zahlen. Gefährlicher Gummi: Der Biss auf eine Colaflasche hat bei einem Bielefelder zu Zahnschäden geführt (Quelle: imago images)

Gefährlicher Gummi: Der Biss auf eine Colaflasche hat bei einem Bielefelder zu Zahnschäden geführt (Quelle: imago images)

Der Süßwarenhersteller Haribo muss einem 44 Jahre alten Mann 2000 Euro Schmerzensgeld zahlen, der sich an Putzbröckchen in einem Colafläschchen verletzt hatte. Das entschied das Oberlandesgericht Hamm (Az.: I-21 U 64/12). Es sei zweifelsfrei erwiesen, dass die Fremdstoffe bei der Produktion in die Süßigkeit gelangt seien. Beim Biss darauf hatte sich der Mann an zwei Zähnen verletzt - und bekommt auch die Kosten für die Behandlung ersetzt, die laut Gericht eine dreistellige Höhe haben.

Der Vorfall ereignete sich im Jahr 2009. Der Mann hatte bei einem Sommerfest ein Colafläschchen gekaut und sich an darin enthaltenen, harten Teilen verletzt. Bei diesen handelte es sich einem Gutachter zufolge um Putzpartikel von einer Wand oder Decke.

Unternehmen: Zweifel, ob wirklich Haribo-Produkt

Haribo hatte bestritten, dass die Fremdstoffe bei der Produktion in das Fruchtgummi gelangt sein könnten. Der Süßwarenhersteller vermutete, dass die Klümpchen bei dem Sommerfest hineingelangt seien. Nach der mündlichen Verhandlung betonte ein Anwalt des Bonner Unternehmens zudem, es bestünden immer noch Zweifel daran, ob das Colafläschchen wirklich von Haribo sei. Der Sachverständige hielt das aber für glaubhaft.

Das OLG folgte in seinem Urteil der Einschätzung des Gutachters: Dass die Partikel und ihre Poren von der Gelatine komplett umhüllt gewesen seien, sei ein klarer Beleg dafür, dass die Stoffe während der Produktion und nicht später ins Naschwerk gekommen seien.

Optimierte Produktion kein Garant für absolute Sauberkeit

Die Fremdstoffe seien zudem geeignet, die fraglichen Zahnschäden zu verursachen, hieß es weiter im Gutachten. Nach den Erläuterungen des Sachverständigen können auch hochoptimierte Produktionsprozesse in Einzelfällen derart fehlerhafte Produkte hervorbringen.

Das Urteil des OLG ist nicht zur Revision zugelassen.

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