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Umfrage zeigt Doppelmoral der Deutschen: Steuern zahlen sollen die anderen

Doppelmoral der Deutschen: Steuern zahlen sollen die anderen

23.05.2013, 19:19 Uhr | dpa-AFX, AFP, t-online.de

Umfrage zeigt Doppelmoral der Deutschen: Steuern zahlen sollen die anderen. Die Deutschen fordern Steuerehrlichkeit - meinen damit aber nicht sich selbst (Quelle: imago/McPhoto)

Die Deutschen fordern Steuerehrlichkeit - meinen damit aber nicht sich selbst (Quelle: imago/McPhoto)

Steuern an den Fiskus zahlen sollen lieber die anderen: Bei Steuerbetrug und Schwarzarbeit legen die Deutschen bei Vermögenden und Normalbürgern offenbar verschiedene Maßstäbe an. 99 Prozent prangern diese Vergehen bei Reichen und öffentlichen Personen an, ergab jetzt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Essener Minijob-Zentrale. Zugleich finden elf Prozent die gleichen Delikte bei Normalverdienern aber akzeptabel.

Umfrage zeigt Doppelmoral

Der Befragung zufolge hat fast jeder fünfte Bundesbürger (17 Prozent) schon einmal Schwarzarbeit genutzt, mehr als jeder Zehnte (elf Prozent) in den eigenen vier Wänden. Gleichzeitig sind der Forsa-Umfrage zufolge 65 Prozent überzeugt, dass Schwarzarbeit der Gesellschaft schade.

Der Minijob-Zentrale zufolge gibt es nur 250.000 in Haushalten angemeldete Minijobber, Schätzungen nach beschäftigen aber vier Millionen Haushalte die Teilzeithilfen. Damit würde es in mehr als 3,7 Millionen Haushalten illegal Beschäftigte geben.

Jeder zehnte Bundesbürger wirtschaftskriminell

"Geht man davon aus, dass ebenso viele Bundesbürger Schwarzarbeit leisten, würde das bedeuten, dass jeder Zehnte im Land Wirtschaftskriminalität begeht", sagte der Leiter der Minijob-Zentrale, Erik Thomsen, der Tageszeitung "Die Welt". Fast 40 Prozent der Umfrageteilnehmer sagten den Angaben zufolge, sie verurteilten niemanden, der durch kleine Tricks Geld sparen wolle, etwa bei der Steuererklärung.

Laut der Umfrage gab ein Drittel der Schwarzarbeitgeber an, dass die Haushaltshilfe nicht angemeldet werden wollte. 16 Prozent erklärten, auf diese Weise Geld sparen zu wollen. Und elf Prozent ist demnach die Anmeldung einfach zu kompliziert.

Moralischer Standard steigt mit dem Vermögen

Eine Erklärung für die Doppelmoral hat Dominik Enste vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. "Wer viel Geld verdient und in einer privilegierten Stellung ist, an den werden im Gegenzug höhere moralische Standards angelegt als an den Normalbürger", zitierte die Zeitung den Experten.

Steuerhinterziehung der Reichen durch Schwarzgeldkonten in der Schweiz sei Gift für die Steuermoral eines Landes. "Erst, wenn der Fisch nicht mehr vom Kopf her stinkt, hat das auch eine positive Durchwirkung auf die Gesellschaft", sagte der Wirtschaftswissenschaftler der "Welt".

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