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Kaufkraft: So lange arbeiten wir für ein Bier

Kaufkraft-Studie: So lange arbeiten wir für ein Bier

30.05.2013, 10:50 Uhr | rtr

Kaufkraft: So lange arbeiten wir für ein Bier. Die Kaufkraft der Deutschen hat sich seit 1991 kaum verändert - auch beim Bier nicht (Quelle: imago images)

Die Kaufkraft der Deutschen hat sich seit 1991 kaum verändert - auch beim Bier nicht (Quelle: imago images)

Drei Minuten Arbeiten für eine Flasche Bier: Dank steigender Einkommen und des technischen Fortschritts können sich die Deutschen mit ihrem Nettoverdienst durchschnittlich neun Prozent mehr Güter leisten als noch vor 22 Jahren, wie aus einer Analyse des Instituts des deutschen Wirtschaft (IW) zur Kaufkraft hervorgeht. Wegen der jüngsten Tarifabschlüsse dürfte sich laut IW der Trend fortsetzen.

Die Deutschen müssen für ein Paket Butter heute deutlich weniger arbeiten als noch vor rund 20 Jahren. Im vorigen Jahr waren es nur vier Minuten, 1991 noch sechs Minuten, heißt es in der Analyse des Instituts.

Große Unterschiede

Allerdings entwickelte sich die Kaufkraft je nach Produkt unterschiedlich. Viele Lebensmittel sind günstiger geworden - etwa Milch, Eier und Schweinekoteletts. Wer aber Kabeljau mag, muss für ein Kilogramm heute im Schnitt zehn Minuten länger arbeiten als 1991. Denn die geschrumpften Bestände haben die Fischpreise nach oben getrieben. Für eine Flasche Bier muss man hingegen heute wie damals rund drei Minuten arbeiten.

28 Stunden für einen Flachbild-Fernseher

"Teurer geworden sind manche Dienstleistungen wie der Friseurbesuch - nicht zuletzt deshalb, weil bei handwerklichen Leistungen meist kaum Produktivitätssteigerungen möglich sind", erklärte das arbeitgebernahe IW.

Über ein großes Kaufkraftplus können sich Fans von Unterhaltungselektronik freuen. Heute muss man für einen Flachbildfernseher rund 28 Stunden arbeiten - Anfang der 1990er Jahre war ein Röhrengerät erst nach fast 78 Stunden verdient.

Langfristiger Kaufkraftvergleich schwierig

Die Forscher räumen aber ein, dass ein langfristiger Kaufkraftvergleich bei Fernsehern, Computern und Handys schwierig ist, da die aktuellen technischen Geräte kaum noch mit denen von damals zu vergleichen sind. Klar sei aber: "Für ein Smartphone der Einsteigerklasse muss ein Arbeitnehmer heute im Schnitt knapp 10 Stunden schuften." Hätte man ein solches Gerät bereits Mitte der 1990er Jahre herstellen können, wäre dafür der Verdienst von etwa 100 Stunden nötig gewesen, hieß es.

Berechnung der Kaufkraft

Die IW-Analyse basiert auf einem durchschnittlichen Nettoentgelt von 10,31 Euro je Arbeitsstunde im Jahr 1991. Für 2012 schätzen die Forscher den Verdienst auf 15,89 Euro.

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