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Telefonie: Mehr Schutz vor überteuerten Warteschleifen

Mehr Schutz für Telefonkunden vor überteuerten Warteschleifen

01.06.2013, 10:18 Uhr | dpa-tmn, dpa

Telefonie: Mehr Schutz vor überteuerten Warteschleifen. Bei Warteschleifen gelten seit 1.6. neue Regeln  (Quelle: dpa)

Bei Warteschleifen gelten seit 1.6. neue Regeln (Quelle: dpa)

Gute Nachrichten für Telefonkunden: Von diesem Samstag an müssen die meisten Telefon-Warteschleifen kostenlos sein. Bei Service-Nummern wie 0180 oder 0900 sind solche Schleifen nur noch zulässig, wenn sie umsonst sind oder für den ganzen Anruf ohnehin ein Festpreis gilt. So will der Gesetzgeber die Rechte der Telefonkunden stärken. Doch einen absoluten Schutz vor teuren Warteschleifen bieten auch die neuen Bestimmungen nicht.

Hohe Bußgelder drohen bei Verstößen

So bleiben bei Gratis-Nummern Warteschleifen erlaubt, ebenso bei normalen Ortsvorwahlen - hierfür sind dann aber die üblichen Gebühren zu zahlen. Die Änderungen sind Teil einer im vergangenen Jahr beschlossenen Reform des Telekommunikationsrechts.

Seit 1. September 2012 gilt bereits eine Übergangsregelung, wonach die ersten zwei Minuten einer Schleife kostenlos sein müssen. Die Regeln werden nun ausgedehnt. Bei Verstößen drohen Anbietern Bußgelder bis zu 100.000 Euro.

Auch bei Weiterleitung keine Extra-Kosten erlaubt

Künftig dürfen auch "nachgelagerte" Warteschleifen nichts kosten, wenn der Anrufer im Laufe eines Telefonats weitergeleitet wird. Bei Service-Nummern müssen Verbraucher zudem gleich zu Beginn informiert werden, wie lange die Schleife voraussichtlich dauern wird.

Angesagt werden muss auch, dass ein Festpreis für den Anruf berechnet oder die Schleife kostenlos sein wird. Die Vorschriften gelten für Telefonate aus dem Festnetz und von Handys. Wenn Kunden einen Pauschaltarif (Flatrate) für normale Festnetzverbindungen haben, fallen bei Hotlines mit Ortsvorwahlen auch keine Kosten für Warteschleifen an.

Verbraucher können sich bei Netzagentur melden

Verbraucherschützer kritisieren seit längerem, dass in Warteschleifen teils unbemerkt Kosten von mehreren Euro fällig werden können. Die Bundesnetzagentur betonte, Verbraucher könnten sich mit Beschwerden über Warteschleifen bei der Behörde melden.

Sprachcomputer ist keine Warteschleife

Auch jetzt bieten die neuen Regeln keinen absoluten Schutz: So gilt die Zeit, die der Anrufer im Dialog mit einem Sprachcomputers verbringt, nicht als Warteschleife, warnt Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Auf diese Weise könnten Unternehmen immer noch Zeit und damit Geld schinden.

Ein anderer Haken: Bei Festpreis-Sonderrufnummern sind Warteschleifen weiter erlaubt, wenn deren Dauer angesagt wird. So ließen sich Mehrfachanrufe provozieren, die ebenfalls ins Geld gehen können, erklärt der Telekommunikationsexperte. Denn wenn die Schleife zu lange dauert, legen Anrufer irgendwann entnervt auf und probieren es später erneut.

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