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Sanifair-Bons: Autofahrer verschenken an Raststätten Millionen

Klo-Bons: Autofahrer verschenken an Raststätten Millionen

17.06.2013, 13:11 Uhr | t-online.de, dpa

Sanifair-Bons: Autofahrer verschenken an Raststätten Millionen. Für viele Reisende ein Ärgernis: Sanifair-Toiletten kosten bares Geld (Quelle: dpa)

Für viele Reisende ein Ärgernis: Sanifair-Toiletten kosten bares Geld (Quelle: dpa)

Jeder fünfte Sanifair-Gutschein, der beim Toilettengang an Raststätten ausgegeben wird, verfällt. Die deutschen Autofahrer verschenken damit hohe Millionenbeträge, berichtet die Tageszeitung "Die Welt".

70 Cent pro Toilettengang

Drückt auf der Autobahn die Blase, bleibt oft nur eine Möglichkeit, um sich Erleichterung zu verschaffen: die Raststätte. Einziges Ärgernis sind dabei die Toilettengebühren. So werden an vielen Raststätten selbst für kurze Pinkelpausen 70 Cent fällig. Doch beim Besuch des stillen Örtchens bekommt der Besucher dafür an der Schranke einen Bon, mit denen die Nutzer im Bistro oder Shop der Raststätte bezahlen können.

Offenbar lösen aber nur rund 80 Prozent der Kunden die Sanifair-Wertcoupons ein, verrät der Betreiber des Toilettensystems Tank und Rast (T+R). Demnach verfällt ein Fünftel der Gutscheine, schreibt "Die Welt".

Coupons werden sogar auf eBay angeboten

Das Blatt schätzt jeweils 560 Toilettenbesuche pro Tag und Raststätte - also rund 75 Millionen Sanifair-Bons. Laut den Angaben des Betreibers spülen Reisende somit 7,5 Millionen Euro die Autobahntoiletten hinunter. Der Sanifair-Coupon hat eine lange Gültigkeit. Er ist im Jahr des Erwerbs sowie in den drei darauffolgenden Jahren einlösbar. Einige sammeln die Bons oder stellen sie bei eBay ein.

Der Automobilclub ADAC kritisiert derweil, dass die Toilettennutzung anders als an Autohöfen auch beim Einkauf im Shop oder im Bistro noch 20 Cent kostet. Die Reisenden bekämen nur einen Bon im Wert von 50 Cent zurück. Das Unternehmen Tank & Rast wies die Kritik zurück. Das zusätzliche Entgelt von 20 Cent fließe zurück in die Qualitätssicherung.

Preisanstieg ein Grund für starken Wildpinkler-Zuwachs

Dass Klo-Gäste trotz gestiegenem Umsatz ausblieben, könnte damit zusammenhängen, dass sich mehr Menschen aufs Wildpinkeln verlegt haben, dies hält der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen für möglich. "Subjektiv besteht seit ein bis zwei Jahren die Tendenz, dass es mehr wird", sagte Sprecher Bernd Löchter jüngst.

Vor allem an den Parkplätzen zwischen den Raststätten müssen Reinigungskräfte beißenden Geruch ertragen und benutztes Toilettenpapier entsorgen. Dort sind die wenigen vorhandenen Klos häufig unhygienisch, sagen Lastwagenfahrer. Gerade sie, die den ganzen Tag unterwegs sind, pinkeln da öfter mal im Freien. "Und für Familien, die anhalten und hinter jedem Baum ein Mannsbild sehen, ist das einfach unangenehm", findet Habermeyer.

Wildpinklern drohen bis zu 1000 Euro Bußgeld

Kleine und große "Geschäfte" an Parkplätzen ohne WC im Gebüsch zu erledigen, um sich vor Klo-Kosten zu drücken, ist keine gute Idee: Wer dabei erwischt wird, muss mit einer saftigen Strafe rechnen. Das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten sieht bis zu 1000 Euro Bußgeld vor. Parkt ein Autofahrer seinen Wagen auf dem Standstreifen einer Autobahn und erleichtert sich hinter der Leitplanke, kommen noch 40 Euro und zwei Punkte in Flensburg dazu.

Bei der Suche nach einer kostenlosen Alternative kann die Webseite www.gratispinkeln.de helfen. Per internetfähigem Handy lassen sich die stillen Örtchen zügig ausfindig machen.

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