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Zeitung: Spanische Steuerfahndung auch Mourinho auf der Spur

Zeitung: Spanische Steuerfahndung auch Mourinho auf der Spur

26.06.2013, 12:41 Uhr | sid, dpa-AFX, t-online.de

Zeitung: Spanische Steuerfahndung auch Mourinho auf der Spur. Da war er noch Trainer von Real Madrid: José Mourinho (Quelle: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Da war er noch Trainer von Real Madrid: José Mourinho (Quelle: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Spaniens Steuerfahnder sind angeblich einem weiteren Fußball-Star auf den Fersen. Die spanische Sport-Tageszeitung "Sport" schreibt, der Fiskus überprüfe die Steuerzahlungen des portugiesischen Trainers José Mourinho. Das Blatt beruft sich dabei auf Aussagen des Vorsitzenden des spanischen Sportjournalisten-Verbandes, Julian Redondo, im nationalen Radiosender Onda Cero.

José Mourinho hatte in seiner dreijährigen Tätigkeit beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid insgesamt knapp 30 Millionen Euro netto kassiert, hinzu kamen noch diverse Werbemillionen. Hierbei soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Auch Mourinhos Berater Jorge Mendes wird vom Fiskus durchleuchtet. Mourinho arbeitete von 2010 bis 2013 in Madrid. In der neuen Saison 2013/2014 trainiert er den FC Chelsea.

Messi will Strafe akzeptieren

In Spanien wird auch dem argentinischen Nationalspieler Lionel Messi und dessen Vater Jorge vorgeworfen, mindestens vier Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Dabei geht es um die Jahre 2006 bis 2009, laut Informationen der spanischen Nachrichtenagentur EFE sollen aber auch die Steuer-Erklärungen für die Jahre 2010 bis 2012 untersucht werden.

Messi soll bereits laut eines Berichts der spanischen Zeitung La Vanguardia zehn Millionen Euro Steuern an den spanischen Fiskus nachgezahlt haben. Er muss sich am 17. September vor der dritten Kammer eines Gerichts in seinem Wohnort Gava, einem Vorort von Barcelona, zu den Vorwürfen äußern. Messi selbst wies alle Vorwürfe zurück, ließ jedoch mitteilen, dass er eine Geldstrafe des Gerichts akzeptieren würde.

Finanzamt versiegelt Restaurant von Starkoch

Überhaupt scheinen spanische Steuerbehörden derzeit ganz besonders aktiv beim Geldeintreiben zu sein - und das trifft nicht nur den Bereich Fußball. Auch ein Restaurant des Starkochs Sergi Arola in Madrid wurde jetzt wegen Steuerschulden versiegelt. Wie Madrider Medien am Mittwoch berichteten, hatten Finanzbeamte am Vortag das Weinlager und die Cocktailbar mit Siegeln versehen, während in dem Zwei-Sterne-Lokal 40 Gäste zu Mittag aßen. "Wegen der Gäste wurde der Speisesaal verschont, sonst wäre der Raum ebenfalls versiegelt worden", sagte Arolas Ehefrau Sara Font, die das Lokal leitet, der Zeitung "El País".

"Wir weigern uns nicht, die Steuerschulden zu begleichen. Aber das Finanzamt ließ sich nicht auf eine flexible Regelung ein." Das Restaurant werde vorerst geschlossen bleiben. Nach Medienberichten schuldet Arola dem Finanzamt und der Sozialversicherung insgesamt 300.000 Euro. Der 45-jährige Katalane Arola, ein Schüler von Ferran Adrià, gehört zu den bekanntesten Köchen in Spanien.

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