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Spanisches Finanzamt versiegelt Restaurant von Starkoch

Spanisches Finanzamt versiegelt Restaurant von Starkoch

26.06.2013, 13:29 Uhr | sid, dpa-AFX, t-online.de

Spanische Finanzbehörden sind derzeit offenbar ganz besonders erpicht darauf, mehr Einnahmen für den Staat zu generieren. Neben Ermittlungen gegen Fußballstar Messi soll auch Trainer José Mourinho ins Fadenkreuz geraten sein. Und einem spanischen Starkoch wurde kurzerhand der Laden dichtgemacht, weil er Steuerschulden hat.

Wie Madrider Medien am Mittwoch berichteten, hatten Finanzbeamte gestern das Weinlager und die Cocktailbar von Koch Sergi Arola mit Siegeln versehen, während in dem Zwei-Sterne-Lokal 40 Gäste zu Mittag aßen. "Wegen der Gäste wurde der Speisesaal verschont, sonst wäre der Raum ebenfalls versiegelt worden", sagte Arolas Ehefrau Sara Font, die das Lokal leitet, der Zeitung "El País".

300.000 Euro Schulden beim Finanzamt

"Wir weigern uns nicht, die Steuerschulden zu begleichen. Aber das Finanzamt ließ sich nicht auf eine flexible Regelung ein." Das Restaurant werde vorerst geschlossen bleiben. Nach Medienberichten schuldet Arola dem Finanzamt und der Sozialversicherung insgesamt 300.000 Euro. Der 45-jährige Katalane Arola, ein Schüler von Ferran Adrià, gehört zu den bekanntesten Köchen in Spanien.

Ex-Real-Trainer Mourinho wird überprüft

Die spanische Sport-Tageszeitung "Sport" schreibt derweil, der Fiskus überprüfe die Steuerzahlungen des portugiesischen Trainers José Mourinho. Das Blatt beruft sich dabei auf Aussagen des Vorsitzenden des spanischen Sportjournalisten-Verbandes, Julian Redondo, im nationalen Radiosender Onda Cero.

Mourinho hatte in seiner dreijährigen Tätigkeit beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid insgesamt knapp 30 Millionen Euro netto kassiert, hinzu kamen noch diverse Werbemillionen. Hierbei soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Auch Mourinhos Berater Jorge Mendes wird vom Fiskus durchleuchtet. Mourinho arbeitete von 2010 bis 2013 in Madrid. In der neuen Saison 2013/2014 trainiert er den FC Chelsea.

Messi will Strafe akzeptieren

Auch dem argentinischen Nationalspieler Lionel Lionel Messi und dessen Vater Jorge wird in Spanien vorgeworfen, mindestens vier Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Dabei geht es um die Jahre 2006 bis 2009, laut Informationen der spanischen Nachrichtenagentur EFE sollen aber auch die Steuer-Erklärungen für die Jahre 2010 bis 2012 untersucht werden.

Laut der spanischen Zeitung "La Vanguardia" soll Messi bereits zehn Millionen Euro Steuern an den spanischen Fiskus nachgezahlt haben. Er muss sich am 17. September vor einem Gericht in seinem Wohnort Gava, einem Vorort von Barcelona, zu den Vorwürfen äußern. Messi selbst wies alle Vorwürfe zurück, ließ jedoch mitteilen, dass er eine Geldstrafe des Gerichts akzeptieren würde.

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