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Gesundheitskosten bei der Steuer absetzen

Gesundheitskosten bei der Steuer absetzen

27.06.2013, 15:09 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Gesundheitskosten bei der Steuer absetzen. Bei den Ausgaben für Medikamente und Co. kann in einem Jahr einiges zusammenkommen (Quelle: imago/Caro)

Bei den Ausgaben für Medikamente und Co. kann in einem Jahr einiges zusammenkommen (Quelle: imago/Caro)

Heuschnupfen, Sonnenbrand, Zeckenbisse: Auch im Sommer steht mancher Arztbesuch an. Die Kosten für die Medikamente müssen Steuerzahler in der Regel aus eigener Tasche zahlen. Ist dann noch eine neue Brille oder Zahnersatz fällig, kann das schnell teuer werden. In dem Fall können die Kosten dem Bund der Steuerzahler zufolge aber steuerlich geltend gemacht werden. Wir erklären, wie es funktioniert.

Eigenbelastungsgrenze muss geknackt werden

Das Finanzamt akzeptiert die Ausgaben allerdings nur, wenn ein bestimmter Betrag - die zumutbare Eigenbelastung - überschritten wird. Die wiederum hängt von der Höhe des Einkommens, vom Familienstand und von der Anzahl der Kinder ab. Wie hoch die zumutbare Eigenbelastung im Einzelfall ist, ergibt sich laut dem Bund der Steuerzahler aus Paragraf 33 des Einkommensteuergesetzes.

"Bei einer Familie mit drei Kindern und einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 40.000 Euro wird der zumutbare Eigenanteil beispielsweise bei 400 Euro überschritten", rechnet Anita Käding vom Bund der Steuerzahler vor. Zu den absetzbaren Krankheitskosten gehören neben Zuzahlungen zu Medikamenten, Zahnersatz und Brillen auch Kuren und orthopädische Hilfsmittel wie Schuheinlagen.

Belege unbedingt aufbewahren

Dabei erkenne das Finanzamt die Kosten nur an, wenn eine ärztliche Verordnung, also beispielsweise ein Rezept, vorlag und die Ausgaben belegt werden können, erklären die Experten. Quittungen und Belege sollten daher sorgfältig gesammelt werden.

Limit vor dem Bundesverfassungsgericht

Ob diese Eigenbelastungsgrenze verfassungsgemäß ist oder die Krankheitskosten gar ab dem ersten Euro steuerlich anerkannt werden müssen, wird derzeit vor dem Bundesfinanzhof (BFH) geklärt. Dort sind zwei entsprechende Verfahren anhängig (Az.: VI B 150/12 und VI B 116/12).

Steuerzahler, die ihre Krankheitskosten geltend machen wollen, jedoch die zumutbare Eigenbelastungsgrenze nicht erreichen, sollten sich auf diese Verfahren berufen, rät der Bund der Steuerzahler. Nach einer Verfügung der OFD Rheinland sollen entsprechende Einsprüche ruhend gestellt werden. Das heißt, der eigene Steuerfall bleibt dann bis zu einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs offen. Möglicherweise können die Krankheitskosten nach einer Entscheidung des Gerichts doch noch anerkannt werden.

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