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Peer Steinbrück schießt gegen Uli Hoeneß - Edmund Stoiber keilt zurück

Streit um Posten  

Steinbrück schießt gegen Hoeneß - Stoiber keilt zurück

18.08.2013, 14:39 Uhr | sid , t-online.de

Peer Steinbrück schießt gegen Uli Hoeneß - Edmund Stoiber keilt zurück. Bayern-Manager Uli Hoeneß und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: Streit um Hoeneß' Aufsichtsratsposten (Quelle: dpa)

Bayern-Manager Uli Hoeneß und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: Streit um Hoeneß' Aufsichtsratsposten (Quelle: dpa)

Die Steueraffäre von Uli Hoeneß zieht weiter Kreise. Jetzt sind deswegen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) aneinander geraten. Steinbrück hatte dem Kölner "Express" gesagt, Hoeneß solle sein Amt als Aufsichtsratschef der FC Bayern München AG "mindestens ruhen" lassen. Dass Hoeneß weiter dem Aufsichtsrat des Rekordmeisters vorsitze, sei "gelinde gesagt merkwürdig".

"Viele Konzerne in Deutschland haben eine Art Verhaltenskodex, der ein Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied im Fall der Anklage von Steuerbetrug zum Rücktritt veranlassen würde. Und der FC Bayern ist ja nicht nur ein Verein, sondern auch ein Wirtschaftsunternehmen", sagte Steinbrück, der zugleich Mitglied im Aufsichtsrat von Borussia Dortmund ist.

Stoiber: Sport aus "missratenem" SPD-Wahlkampf heraushalten

Edmund Stoiber, früher einmal selbst Kanzlerkandidat und derzeit Inhaber eines Sitzes im Bayern-Aufsichtsrat, reagierte erzürnt. "Wer Bundeskanzler werden will, sollte die Grundlagen unseres Rechtsstaates besser kennen. Polemik und öffentlicher Pranger können ein rechtsstaatliches Verfahren nicht ersetzen. Die rechtliche Bewertung dieser Selbstanzeige ist Sache des zuständigen Gerichts", sagte Stoiber. Der "BVB-Aufsichtsrat Steinbrück" solle "den Sport aus seinem missratenen Wahlkampf besser heraushalten".

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Steinbrück hatte es als "problematisch" bezeichnet, "wenn ein Top-Fußballmanager als angeklagter Steuersünder seine Tätigkeit bis zum Urteil nicht mindestens ruhen lassen würde. Das wäre zum Beispiel im Vorstand oder Aufsichtsrat eines Automobilkonzerns zwingend". Der Hinweis dürfte vor allem Audi-Chef Rupert Stadler und VW-Vorstandschef Martin Winterkorn gelten. Beide Auto-Manager sitzen im Bayern-Aufsichtsrat.

Audi-Chef Stadler rückt angeblich von Hoeneß ab

Stadler habe aber zuletzt Hoeneß' Rolle im Aufsichtsrat der Bayern in Frage gestellt, meldete die "Wirtschaftswoche" am Wochenende vorab. Demnach hängt ein Verbleib von Hoeneß im Amt davon ab, ob die erhobene Anklage der Staatsanwaltschaft München vor dem Landgericht zugelassen werde. Dann gebe es eine "neue Situation", zitierte die "Wirtschaftswoche" aus Stadlers Umfeld.

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