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E-Plus-Übernahme durch O2 Telefónica: Carlos Slim hebt sein Veto auf

Mobilfunkanbieter  

Carlos Slim stimmt dem Verkauf von E-Plus an O2 Telefónica zu

26.08.2013, 17:30 Uhr | t-online.de, dpa

Der milliardenschwere mexikanische Unternehmer Carlos Slim hat für eine überraschende Wendung im Streit um den Verkauf des deutschen Mobilfunkanbieters E-Plus an die O2 Telefónica gesorgt. Nachdem das Angebot von O2 nochmals erhöht wurde, gab der zu den reichsten Männern der Welt gehörende Slim sein bisheriges Veto auf. Jetzt fehlt für den Deal nur noch der Segen des deutschen Kartellamtes.

Slims Telekommunikationskonzern America Movil, Großaktionär der E-Plus-Muttergesellschaft KPN, auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 2. Oktober für den Verkauf der deutschen Ertragsperle zu stimmen. Das teilte KPN, ein niederländischer Telefonkonzern, am Montag in Den Haag mit.

Zuvor hatte sich America Movil noch gegen den Verkauf an Telefónica Deutschland (O2) gestemmt und plante, den Schritt durch eine vollständige Übernahme von KPN zu vereiteln.

Erst müssen Telefónica-Anteilseigner abstimmen

KPN erhält zwar wie geplant einen Anteil von 24,9 Prozent an Telefónica Deutschland und 3,7 Milliarden Euro in bar. Im zweiten Teil der Transaktion winkt KPN aber mehr Geld. Der spanische Telefónica-Konzern wird KPN 1,3 Milliarden Euro zahlen und dafür statt 7,3 Prozent an der deutschen Tochter lediglich 4,4 Prozent erhalten.

Die weiteren 2,9 Prozent an Telefónica Deutschland können die Spanier der KPN innerhalb eines Jahres für 510 Millionen Euro abnehmen. Zwar müssen auch die Anteilseigner von Telefónica Deutschland abstimmen. Doch hat das spanische Mutterunternehmen dort die Mehrheit.

"Alle Facetten müssen überprüft werden"

Bleibt noch die Hürde Deutsches Kartellamt. Nach der Übernahme würde es nur noch drei verschiedene Mobilfunkanbieter in Deutschland geben: O2 Telefónica, Deutsche Telekom und Vodafone. "Dass ein solcher Zusammenschluss erhebliche Folgen für den Wettbewerb hätte und in all seinen Facetten genau geprüft werden muss, liegt auf der Hand", hatte Kartellamts-Chef Andreas Mundt vor wenigen Tagen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt.

Geplanter Kauf kurbelt Aktie an

Das verbesserte Angebot für E-Plus hat Telefónica Deutschland (02) am Montag angeschoben. Die Aktien des Mobilfunkkonzerns legten um bis zu 9,4 Prozent auf 5,55 Euro zu, den höchsten Stand seit knapp fünf Wochen. Telefónica bewertet E-Plus nun mit 8,55 Milliarden Euro. "Mit der Aufstockung des Angebots dürfte klar sein, dass der Deal durchgeht - und das wird an der Börse gefeiert. Dass das Ganze teurer wird, ist erst einmal egal", sagte ein Händler.

Allerdings könnte der höhere Preis auf den zweiten Blick noch für Ernüchterung sorgen. Gegen Mittag notierten Telefónica Deutschland nur noch knapp zwei Prozent fester.

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