Sie sind hier: Home > Finanzen >

Angstindex 2013: Das bereitet den Deutschen die größten Sorgen

Angstindex 2013  

Das bereitet den Deutschen die größten Sorgen

06.09.2013, 09:33 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Angstindex 2013: Das bereitet den Deutschen die größten Sorgen. Der jährliche Angstindex gilt als Barometer für die Stimmung in der Bundesrepublik (Quelle: dpa)

Der jährliche Angstindex gilt als Barometer für die Stimmung in der Bundesrepublik (Quelle: dpa)

Der Euro beschäftigt die Deutschen, allerdings nicht im Positiven: Die Krise der gemeinsamen Währung jagt den Deutschen laut einer Umfrage derzeit am meisten Angst ein. Immer größer wird zugleich die Sorge, im Alter ein Pflegefall zu werden. Weit weniger Furcht haben die Deutschen um ihren Arbeitsplatz. Das geht aus der jährlichen repräsentativen Umfrage der R+V Versicherung zu den Ängsten der Deutschen hervor.

Danach fürchten rund zwei Drittel der Bundesbürger (68 Prozent), als Steuerzahler heftig für die Schuldenkrise bluten zu müssen. Im Vergleich zum Vorjahr sank diese Angst aber um fünf Prozentpunkte. 55 Prozent bangen, einmal ein Pflegefall zu werden - insbesondere Frauen. 2012 waren es noch 50 Prozent. Damit liegt diese Sorge inzwischen auf Platz drei der Top-Ängste und weit vor der Furcht, arbeitslos zu werden (36 Prozent).

Trotz Wahljahr: Sorge um Politik auf Zwölf-Jahres-Tief

Trotz dieser Ängste finden viele Bundesbürger die Politiker kompetent genug, um Krisen und Probleme im Land zu meistern. In früheren Wahljahren waren die Umfragewerte in dieser Frage regelmäßig in den Keller gesackt. Mit 45 Prozent hält nun aber weniger als die Hälfte der Befragten Politiker für überfordert. Das ist der niedrigste Wert seit 2001. Vergangenes Jahr waren es noch 55 Prozent. Politologen erklären diesen Trend damit, dass viele Befragte die wirtschaftliche Lage Deutschlands im Moment als positiv einschätzen - und andere Ängste davon trennen.

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Stellenangebote

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Neben der Euro-Schuldenkrise machen sich die Deutschen auf der Liste ihrer Top-Ängste die größten Sorgen um steigende Lebenshaltungskosten (61 Prozent) wie Strom, Lebensmittelpreise und Mieten. Danach folgt die Angst vor Naturkatastrophen (56 Prozent) - Tribut an den Hochwassersommer. Die geringste Angst haben die Bundesbürger vor Scheidung, Straftaten und Vereinsamung. Die Syrien-Krise hat die Angst vor einem Krieg mit deutscher Beteiligung nur leicht ansteigen lassen - von 29 auf 32 Prozent.

Angstindex weit geringer als auf Höhepunkt der Finanzkrise

Insgesamt geben sich die Deutschen in Ost und West 2013 recht gelassen. Mit 41 Prozent liegt der "Angst-Index" auf dem Niveau der 1990er Jahre. Die Terroranschläge in New York 2001 und die Wirtschaftskrise ab 2008 hatten diesen Wert zeitweise auf 50 Prozent und höher schnellen lassen. Auffällig bleibt aber, dass die Ängste der Deutschen stark um das Thema wirtschaftliche und soziale Sicherheit kreisen - mehr als in anderen Ländern.

Aus der Luft gegriffen seien diese Sorgen nicht, sagt Manfred Schmidt, Politologe an der Universität Heidelberg. "Die Deutschen haben ein Gespür für die Großwetterlage und neigen zu einer realistischen Bestandsaufnahme", ergänzt er. Auch wenn die Euro-Krise im laufenden Wahlkampf keine große Rolle spiele, sähen die Bundesbürger nicht einfach über ihre Risiken hinweg.

Berliner und Thüringer sind Optimisten der Republik

Zum ersten Mal geben sich die Ostdeutschen in der Befragung auch nicht mehr ängstlicher als der Westen. Die optimistischsten Bundesbürger leben in Berlin und Thüringen, die pessimistischsten in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Bayern.

Traditionell befragt die Versicherung seit 1992 in den Monaten Juni und Juli rund 2.400 Bundesbürger ab 14 Jahren zu ihren Ängsten. Mit seinen Langzeit-Vergleichen gilt das Ranking damit als eine Art Seismograph deutscher Befindlichkeiten.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal